Zu viele Baustellen bei den Iserlohn Roosters

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Der Wille war da, doch auch am zweiten Wochenende blieben die diversen Defizite der Roosters eklatant groß.

Iserlohn - Wie wenig die hängenden Köpfe überraschen. Vier Spieltage, vier Niederlagen, ein Punkt. Ob Düsseldorf, Nürnberg, Bremerhaven oder Ingolstadt, den Willen konnte man den Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga nicht streitig machen.

Clever und weiter in ihrer Entwicklung waren sie in den entscheidenden Situationen aber noch nicht. „Wir haben es immer gesagt, es wird seine Zeit brauchen, der Beweis ist leider angetreten“, erinnert Manager Karsten Mende. 

Allein, die Wenigsten haben ihm und Cheftrainer Jari Pasanen geglaubt. Dem Finnen macht vor allem eine Tatsache wirklich Sorgen: die Kondition. „Elf Spieler haben wir in der Mannschaft, bei denen der Sommer nicht nach Plan gelaufen ist. Jetzt müssen wir daran arbeiten, das aufzuholen – und das braucht vor allen Dingen Zeit.“ 

Sicherlich sind die konditionellen Voraussetzungen ein wichtiger Faktor für das Spiel des IEC, allerdings: Es ist nicht die einzige Baustelle. Überzahlspiel, Fehlervermeidung in der Defensive, Chancenverwertung und Nerven – alles gestaltet sich schwierig, denn es funktioniert noch nicht über 60 Minuten. Dass die Roosters am Freitagabend im letzten Drittel, nach noch guten 40 Auftaktminuten, in Bremerhaven einbrachen, dem Gegner und Liganeuling nicht mehr Paroli bieten konnten, ist neu, aber mit den Aussagen des Cheftrainers zu analysieren. Warum die Mannschaft trotz eines bärenstarken Starts gegen Ingolstadt in vier Momenten drei Gegentore kassierte, ist schon schwieriger zu analysieren. 

Blickt man auf das, was Jaspers, Rallo und die anderen auf dem Eis versuchen, fehlt es immer noch an Struktur. Das System, so scheint es, ist noch immer nicht verinnerlicht. Daraus resultieren Fehler, die zu Gegentoren und Rückständen führen. Das sorgt für Nervosität und Druck, der ausgelöst wird, wenn man wieder einen Rückstand hinterherlaufen muss. 

„Wir müssen schnellstens wach werden und erkennen, dass wir nicht mehr in der Vorbereitung sind, sondern dass die Saison begonnen hat“, unterstrich Boris Blank schon am Freitag. Wichtig ist jetzt dennoch die Ruhe zu behalten. Noch ist nichts passiert, jetzt gilt es die Missstände in Angriff zu nehmen, nach Lösungen zu forschen.

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