Ziel ist eine Zeit um 9:30 Stunden

Christian Maul startet beim Ironman-Spektakel in Roth

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Bereit für die weltgrößte Triathlon-Veranstaltung auf der Langdistanz im fränkischen Roth: Christian Maul.

Neuenrade - Er fühlt sich fit und gut vorbereitet. Wohlwissend, dass er physisch und mental wieder an seine Grenzen gehen wird. Gehen muss. Er – das ist Christian Maul. Der Ausdauersportler aus Neuenrade startet am Sonntag bei der weltgrößten Triathlon-Veranstaltung auf der Langdistanz im fränkischen Roth.

Vor den rund 3400 Einzelstartern und 650 Staffeln aus mehr als 60 Nationen liegen beim legendären Challenge Roth 3,8 Kilometer Schwimmen im Main-Donau-Kanal, 180 Kilometern auf dem Rad und zum „krönenden“ Abschluss ein Marathon über 42 Kilometer. Angesichts dieser Distanzen ist der „Mythos“ Roth gewissermaßen ein langer Weg, bei sich selbst anzukommen.

„Es ist einer meiner Lieblingswettkämpfe. Die Stimmung an der Strecke in Roth ist immer fantastisch. Es gibt nichts Vergleichbares“, sagt Christian Maul, aus dessen Stimme die Vorfreude merklich herauszuhören ist. Der 46-Jährige startet am Sonntag bereits zum achten Mal am nördlichen Rand des Fränkischen Seenlandes und weiß daher nur zu genau, was ihn bei diesem Triathlon-Spektakel erwartet. Die Veranstalter rechnen mit bis zu 260.000 Zuschauern.

Weltmeister Jan Frodeno startet

Angekündigt für die 15. Auflage des Spektakels haben sich die internationalen Stars der Szene. Angeführt wird der Langdistanztriathlon von keinem Geringen als Jan Frodeno. Der Weltmeister und amtierende Hawaii-Sieger will in Roth die bestehende Weltbestzeit von 7:41:33 Stunden knacken. Und mit Daniela Ryf (Schweiz) wird auch die amtierende Weltmeisterin am Start sein.

9:30 Stunden sind das Ziel

Während der Sieger am Sonntag vermutlich erneut unter der Acht-Stunden-Marke bleiben wird, peilt Christian Maul eine Zeit um 9:30 Stunden an. „Ich setzte mich aber nicht unter Druck“, sagt der Neuenrader, dessen persönliche Bestmarke in Roth bei 9:16 Stunden liegt. „Wenn alles passt, ist diese Zeit vielleicht wieder machbar. Vieles hängt aber von den Faktoren Wind, Wetter und Tagesform ab.“ Um bestens gerüstet die Langdistanz in Angriff zu nehmen, trainiert Christian Maul fast täglich im Grundlagenausderauerbereich. „Zwischen 17 und 20 Stunden kommen in der Woche schon zusammen“, verdeutlicht der 46-Jährige, der auf Ligawettkämpfe inzwischen verzichtet und im NRW-Liga-Team des TV Buschhütten nur noch dann aushilft, wenn wirklich „Not am Mann“ ist.

Mark-E-Triathlon als Vorbereitung

Zur Vorbereitung auf den Challenge Roth ging der Hönnestädter Anfang Juli beim Mark-E-Triathlon in Altena an den Start. Er dominierte und gewann in der Burgstadt den Kurztriathlon der „freien Starter“ in einer Zeit von 2:23,31 Stunden. Verglichen mit den zurückzulegenden Distanzen in Roth war der Kurztriathlon in der Nachbarschaft aber lediglich ein Snack. „Die Langdistanz ist eine ganz andere Nummer. Die mentale Schiene ist hier enorm wichtig, wenn der Körper beim Marathon nicht mehr kann. Ich habe in den vergangenen Jahren gelernt, mich mit positiven Dingen abzulenken“, so Maul.

Höhepunkt wird Ironman Wales

Zu verdanken hat der Hönnestädter seinen Start am Sonntag übrigens seiner Frau Yvonne, die ihm im vergangenen Dezember zum Nikolaustag einen Startplatz in Roth schenkte. Ein Geschenk, dass dem 46-Jährigen große Freude bereitete. Der Saisonhöhepunkt ist Roth für den heimischen Ausdauerspezialisten dennoch nicht. „Mein Highlight in diesem Jahr ist der Ironman Wales am 18. September“, sagt Christian Maul. Die volle Konzentration aber gilt freilich zunächst dem legendären Challenge.

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