Rheinisch-Westfälische Mehrkampf-Meisterschaft

LVG: Sieben Titel und acht DM-Normen

Toller Wettkampf in Bergisch Gladbach: Madeleine Owen.

Bergisch Gladbach - Es war ein sehr langer Wettkampftag für die Aktiven, aus Sicht des Lenne-Volme-Turngaus war es aber auch ein sehr erfolgreicher Wettkampftag: Bei den Rheinisch-Westfälischen Mehrkampf-Meisterschaften in Bergisch Gladbach gab es für den LVG sieben Titelgewinne. Dazu kamen acht geschaffte Qualifikations-Normen für die nationalen Titelkämpfe – ein mehr als nur achtbares Ergebnis.

Über gleich drei Titel freute sich am Ende des Tages der TV Jahn Plettenberg in den Jahn-Mehrkämpfen. Sowohl Sean Robinson (M12/13) als auch Jan Grewe (M16/17) und Julian Stremel (M18/19) gewannen ihre – allerdings auch eher spärlich besetzten – Altersklassen. Dass dafür allerdings auch die Leistungen stimmten, ließ sich daran ablesen, dass das Turnertrio die Qualifikations-Norm für die Deutschen Meisterschaften im September in Bruchsal schaffte. Und nicht nur die: Auch für die Deutschen Meisterschaften 2017 im Rahmen des Deutschen Turnfestes in Berlin sind die drei Plettenberger bereits jetzt qualifiziert. 

Den vierten Plettenberger Sieg feierte Pia Stemski in der W14/15, sie allerdings schaffte die Norm ebenso wenig wie die Leichtathletik-Mehrkämpfer aus der Vier-Täler-Stadt. Aus diesem Grund plant der TV Jahn nun noch einen Besuch bei den Hessischen Mehrkampf-Meisterschaften am 9. Juli in Sulzbach, wo weitere Quali-Normen purzeln sollen.

Mindestens genauso zufrieden kehrten die Jahn-Mehrkämpferinnen des TuS Grünewald aus Bergisch Gladbach zurück. Mit Wiebke Fritsch (W30+), Yvonne Waimann (W12/13) und Sofie Waimann (W16/17) stellte der TuS drei Siegerinnen, freute sich vor allem aber über unverhoffte Norm-Erfüllungen: So schaffte Yvonne Waimann bei ihrem ersten Jahn-Sechskampf überhaupt direkt die B-Norm für die nationalen Titelkämpfe. Ihre Zwillings-Schwester Julia verbesserte sich gegenüber ihrer Mehrkampf-Premiere 2015 in Siegen auch um mehr als fünf Punkte, verpasste als Vierte diese Norm aber knapp. Sofie Waimann, die 2015 noch knapp an der B-Norm vorbeigeschrammt war, löste diesmal mit 58,290 Punkten gar knapp die A-Norm für die „Deutschen“. Auch sie hat im Mehrkampf große Fortschritte gemacht. 

In der Klasse der über 30-Jährigen lag Wiebke Fritsch als Siegerin deutlich über der A-Norm, turnte einen ganz starken Wettkampf, Imke Vollmerhausen (2.) stellte im Schwimmen und Kugelstoßen persönliche Bestleistungen auf und knackte so etwas unverhofft die B-Norm, dürfte Fritsch nun auf die nationale Ebene begleiten. Nadine Waimann musste auf ihren Wettkampf verletzungsbedingt ebenso verzichten wie Steffen Berg (Männer, Deutscher Achtkampf) und Martin Busch (Deutscher Sechskampf, M14/15) vom TSV Kierspe. Zudem hatte der Kiersper Julian Ulbrich (M16/17) aus privaten Gründen passen müssen. 

Sam Scholz war im Deutschen Achtkampf der M18/19 so der einzige Kiersper und zeigte in den jeweils vier Disziplinen der Leichtathletik und des Turnens ordentliche Leistungen. Zur DM-Qualifikation reichte es auf Rang drei aber nicht. Ebenfalls Dritte – allerdings in einem großen Feld der Frauen-Hauptklasse des Deutschen Achtkampfes – wurde die Lüdenscheider Oberliga-Turnerin Madeleine Owen vom VfL Kamen. Owen übertraf damit alle Erwartungen weit und schaffte mit 92,74 Punkten deutlich die A-Norm für die Deutschen Meisterschaften, die bei 87 Punkten liegt. 

Ausschlaggebend für ihren Erfolg waren die Turn-Leistungen: Gleich zum Wettkampfbeginn glänzte sie mit einer 13,10-Wertung am Stufenbarren. Dass sie am Balken locker 2,5 Punkte liegen ließ, beeindruckte Owen wenig. Nach der Bodenkür folgte das Highlight der acht Disziplinen. Owen ersprang sich im wahrsten Sinne des Wortes ihren Treppchenplatz. 13,95 Punkte zückte das Kampfgericht für ihren Tsukahara am Sprungtisch. Mit diesem Pfund und guten Leistungen in der Leichtathletik holte sie sich die Bronzemedaille, kehrte hochzufrieden aus dem Rheinland zurück. 

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