Basketball-Oberliga

Baskets wollen unter die "Top 4"

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Sehen der neuen Oberliga-Saison mit Freude und Zuversicht entgegen (obere Reihe, von links): Semir Albinovic, Reini Foith, Maxi Schneider, Christoph Lüsebrink, Kevin Bekendorf, Tim Tripel und Anouar Bahri sowie (untere Reihe, von links) Trainer Amir Hujic, Maik Koch, Sören Hendrich, Peter Neufeld, Mohamad Ahmed, Calvin Arvanitakis, Alexander Gerzen und Nick Mayer (es fehlt Gesim Krasniqi).

Lüdenscheid - Vorhang auf für die neue Spielzeit in der Oberliga-Staffel 3, die für die Baskets Lüdenscheid am Samstagnachmittag mit einem Auswärtsspiel beim SVD Dortmund II beginnt. Und die Zuversicht bei den Bergstädtern ist groß, dass sie diesmal von Beginn an eine gute bis sehr gute Rolle in der Liga spielen können.

Denn das war in der Vorsaison gänzlich anders. Zwar stand am Ende ein höchst respektabler fünfter Rang, der allerdings „geschönt“ war. Der Abstieg aus der 2. Regionalliga hatte nämlich seine Spuren hinterlassen, über weite Strecken der Serie spielte das neuformierte Team, das erst im Verlauf der Rückrunde zu einer Einheit wurde, gegen den Abstieg, stieß schließlich noch mit einem finalen Sieg in Bochum in die erste Tabellenhälfte vor. Wobei die Gesamtbilanz mit zehn Siegen und zwölf Niederlagen immer noch negativ war. 

Und jetzt? Schon die personellen Voraussetzungen sind gänzlich anders, für Dauerbrenner“ Amir Hujic auf der Trainerbank gar historisch gut: „Ich habe einen 15 Mann starken Kader, nimmt man die Landesliga-Reserve und U18 dazu, kommen wir auf 35 Spieler. Das hat es bei den Baskets noch nie gegeben.“ Geblieben ist ein Septett um „Leitwolf“ Semir Albinovic mit Reinhard Foith, Maximilian Schneider, Christoph Lüsebrink, Maik Koch, Calvin Arvanitakis und Anouar Bahri, dazu trainiert der 21-jährige Syrer Mohamad Ahmed schon seit Monaten mit, derweil ein Trio mit Niko Koudas, Cesar Pawlitzki und Norman Arvanitakis kürzer tritt. 

Das Gros der Neuen ist blutjung, steht damit für die Philosophie der Bergstädter, verstärkt auf den Nachwuchs setzen zu wollen. Und auch die Qualität kann sich dabei sehen lassen: Rückkehrer wie Tim Tripel und Kevin Bekendorf haben schon Erfahrung in der 2. Regionalliga bei den Senioren gesammelt, waren zuletzt ebenso wie Nick Mayer und Peter Neufeld bei Vereinen in der Nachwuchs- oder Jugend-Bundesliga aktiv. Sie alle haben wie Alexander Gerzen (aus dem U18-Regionalliga-Meisterteam des TuS Meinerzhagen) bereits Führungsrollen in ihren Mannschaften übernommen, „aber“, so Hujic, „Jugend- und Seniorenbereich sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Da braucht es Zeit, um hereinzuwachsen.“ 

Zwei erfahrene Rückkehrer: Hendrich und Krasniqi

Von daher ist er heilfroh, dass er durch zwei weitere Rückkehrer, Aufbauspieler Sören Hendrich und Center Gesim Krasniqi, noch ein routiniertes Duo dazu bekommen hat: „Ihr sportlicher Wert ist unbestritten, dazu werden sie mit ihrer Erfahrung ganz wichtig sein, wenn es bei den jungen Spielern mal nicht so läuft.“ 

Und für welche Art Basketball sollen die Baskets stehen? „Wir haben durchweg mit mindestens zehn Spielern trainiert, die Jungs sind körperlich gut drauf. Und in der Breite sind wir so gut aufgestellt, dass ich nach den Erfahrungen von vier Spielen in der Vorbereitung quasi ohne Qualitätsverlust durchwechseln und variable Formationen, je nach Gegner mal mit kleiner, mal mit großer Aufstellung, aufs Parkett bringen kann. Von daher ist es unser Bestreben, mit einer aggressiven Manndeckung zu Ballgewinnen zu kommen und das Tempo in der Offense konstant hochzuhalten“, verspricht der 47-jährige Bosnier attraktiven und schnellen Basketball. 

Zum Auftakt fehlt lediglich Maik Koch

Und was soll am Ende der Saison für diese „spannende Mannschaft“ (O-Ton Hujic) herausspringen? Die Worte Meisterschaft oder Aufstieg nimmt der Bosnier nicht in den Mund, „aber ein Platz unter den ersten Drei oder Vier sowie eine deutliche positive Bilanz sollten es schon sein.“ Auf der Rechnung hat er besonders den Vorjahres-Zweiten SSV Hamm (jetzt TuS HammStars) und -Dritten TVE Dortmund-Barop, haben beide Klubs doch personell noch einmal nachgelegt. 

Den ersten Schritt für eine erfolgreiche Spielzeit wollen die Baskets heute mit einem Sieg beim SVD Dortmund II machen, wobei Hujic personell fast gänzlich aus dem Vollen schöpfen kann. Lediglich der erkrankte Aufbauspieler Maik Koch muss passen. Zehn Spieler treten die Reise in die Bierstadt, während Bahri, Neufeld, Gerzen und Ahmed die Reserve bzw. U18 verstärken, die ebenfalls heute in die Saison starten. 

Das Auswärtsspiel beim Vorjahresvierten SVD Dortmund II beginnt für die Baskets am Samstag um 16 Uhr in der Brügmann-Sporthalle. Als etwas holprig beschreibt Dernes Trainer Peter Radegast die Vorbereitung, hatte er doch nur ganz selten den kompletten Kader zur Verfügung. Neu im Team sind Jonah Hübner (Unna) und Merlin Plümpe (Werne), ansonsten hat sich das Team kaum verändert. Radegast will die Erwartungen an die Saison allerdings nicht mit einem konkreten Tabellenplatz verbinden: „Wir wollen den jungen Spielern so viel Spielzeit wie möglich geben, damit sie sich weiterentwickeln können. So sollen die Spieler näher an die erste Mannschaft heranrücken.“

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