Acht "Doppel-Nuller" nach erster DM-Wertung der Springreiter

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Markus Renzel und Cato gehören zu den acht Paaren, die am Sonntag als „Doppel-Nuller“, also mit zwei fehlerfreien Umläufen, ins Finale um die Deutsche Meisterschaft der Springreiter gehen.

Balve - Für die Athleten bedeutet es ein mehr Nervenkitzel als erwünscht, für die Zuschauer beim Reitturnier Balve Optimum ist es genau richtig: Nach der ersten Wertungsprüfung auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft im Springreiten ist am frühen Freitagabend längst keine Entscheidung gefallen.

Gleich acht Paare legten zwei Umläufe ohne Abwurf hin. Am schnellsten unter den „Doppel-Nullern“ war Philipp Weishaupt auf auf seinem neunjährigen Holsteiner Hengst L. B. Convall unterwegs. 72,49 Sekunden benötigte das Gespann vom ZRFV Riesenbeck auf dem besseren seiner beiden Umläufe. 

Dabei hatten es Weishaupt und sein Hengst spannend gemacht: Als drittletztes Paar nahm das Duo die zweite Runde in Angriff – am Ende leuchtete die „1“ auf der Anzeigetafel auf. Damit sicherte sich Weishaupt auch den Sieg im Preis des Landes NRW, denn als solcher war die Prüfung parallel zur DM-Wertung auch ausgeschrieben. Bei der Siegerehrung nahm Weishaupt die ersten Glückwünsche von Landeslandwirtschaftsminister Johannes Remmel entgegen. 

Balve Optimum: Der Freitag am Schloss Wocklum

Hinter den acht Paaren, die mit null Strafpunkten die besten Aussichten auf die Top-Platzierungen im Kampf um die nationalen Titel haben, liegen weitere Reiter in Schlagdistanz. Am nächsten dran sind Holger Hetzel und Legioner. Das Duo von der RSG Niederrhein handelte sich auf seinen zwei Umläufen nur 0,25 Strafzähler wegen Überschreitung der zulässigen Zeit von 78 Sekunden ein. Diese war übrigens kurzfristig korrigiert worden – ursprünglich waren 76 Sekunden festgesetzt. 

Aus heimischer Sicht ist auch Andreas Kreuzer noch nicht ganz aus dem Titelrennen. Der Mann von der RTG Silberberghof kassierte auf Calvilot im ersten Umlauf einen Fehler und damit vier Punkte, ritt im zweiten Durchgang aber eine „Null“. Damit nimmt er im DM-Gesamtstand vor der am Sonntag stattfindenden zweiten Wertungsprüfung gemeinsam mit sieben anderen Athleten Rang 13 ein und muss freilich auf Patzer der Konkurrenz hoffen, um Boden gutmachen zu können. 

Nichts mehr mit der DM-Entscheidung zu tun hat der Neuenrader Klaus Otte-Wiese. Auf seinem neunjährigen Wallach Comme il faut musste der für den RV Hellefeld startende Hönnestädter im ersten Umlauf einen Abwurf hinnehmen, der viel Zeit kostete. Daraufhin verzichtete das Duo auf die Fortsetzung des Parcours. Nach dem Auftakt am Donnerstag hatte sich Otte-Wiese noch zufrieden geäußert – auch, weil der befürchtete Regen weitgehend ausgeblieben war. Das war auch am Freitag mit Ausnahme eines Schauers am Nachmittag so, half dem Neuenrader sportlich aber nicht. 

Die Organisatoren hatten die umliegenden Wiesen im Orletal übrigens mit Schotter präpariert und damit für die Besucher wieder als Parkplätze nutzbar gemacht. Unabhängig davon steht unverändert der Shuttle-Service für diejenigen zur Verfügung, die weiter weg parken.

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