Weisheit als Schotten-Albtraum 

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Auch Doppeltorschütze André Bruch konnte die doppelte Nullnummer der Highalnder am Wochenende nicht verhindern.

Lüdenscheid - Nach dem verkorksten Spiel in Essen empfingen die Highlander am Samstagabend den Vizemeister aus Köln und wollten Wiedergutmachung betreiben. Allerdings mussten sich die „Schotten“ in dieser Saison bereits zum zweiten Mal den „Rheinos“ geschlagen geben und kassierten vor allem wegen eines alles überragenden, sechsfachen Torschützen  Robin Weisheit eine 4:7 (1:3, 1:2, 2:2)-Pleite.

Die besser in die Partie gekommenen Domstädter konnten anfangs ihre Chancen zwar nicht verwerten, in Minute zwölf klingelte es aber doch das erste Mal durch Robin Weisheit im Kasten des erneut gut aufgelegten Mohr, nur wenig später erhöhte Weisheit auf 0:2. Nach einem schönen Solo von Svejda nutzte Ortwein einen Rebound zwar zum Anschlusstreffer (18.), praktisch im Gegenzug stellte Eymann den alten Zwei-Tore-Abstand aber wieder her.

 Im zweiten Drittel kamen die „Schotten“ zunächst besser aus der Kabine und hatten durch Heckmann gleich mehrere Chancen. Nach der kurzen Druckphase nahmen die „Rheinos“ eine Auszeit, um sich wieder neu zu sortieren, aber Svejda auf Vorlage von Bruch verkürzte zum 2:3 (35.). Die Freude indes währte nicht lange, genau 13 Sekunden später überwand Weisheit Goalie Mohr zum dritten Mal. Ärgerlich war dann eine Strafe gegen Svejda, der sich über eine nicht ausgesprochene Strafe gegen die „Rheinos“ beklagte und dafür zwei Minuten auf die Strafbank musste. Diese Situation nutzten die Gäste kurz vor der zweiten Pause zum 2:5 aus – Torschütze war einmal mehr Weisheit.

Zu Beginn des letzten Drittels versuchten die Gastgeber noch einmal alles, Bruchs 3:5 (45.) nährte auch die Hoffnung auf eine mögliche Wende. Doch erneut folgte die kalte Dusche: Der überragende Weisheit startete mit dem Ball an der Kelle hinter dem eigenen Tor und lief über das ganze Feld, bevor er die Kugel im Kasten unterbrachte – ein Traumtor (46.). Gebrochen war die Moral des Simon-Teams aber noch nicht. Svejda traf zunächst nur den Pfosten, bediente dann nach einem gewonnenen Bully Bruch, der zentral abzog und zum 4:6 traf (53.). Ortwein und Svejda verpassten anschließend den direkten Anschluss, und so zog Simon seine letzte Option, nahm eine Auszeit, um Goalie Mohr auf der Bank zu lassen. Mit einem Feldspieler mehr versuchten es die Hausherren, aber der nicht zu stoppende Weisheit eroberte den Ball, markierte mit seinem sechsten Tor den Endstand zum 4:7.

Highlander: Mohr (00:01-57:54, 58:40-60:00), Klein (n. e.) – Jung, Ortwein, Könning, L. Tinz, Otters, Hassel – Svejda, Bruch, Loecke, Heckmann, Seuster, Mrzyk, Anlauf

 Köln-West: Kreutz, Gerahn (n.e.) – Esser, R. Weisheit, Handrich, Besner, Krause, Werheit, Holzapfel, Bury, Eymann, Fonken

 Schiedsrichter : Simon Andreas Nitsch (Düsseldorf Flyers)/Markus Forster (Bochum Lakers)

 Tore: 0:1 (11:00) R. Weisheit (Handrich), 0:2 (14:29) R. Weisheit (Handrich), 1:2 (17:10) Ortwein (Svejda), 1:3 (17:29) Eymann (Krause), 2:3 (34:11) Svejda (Bruch), 2:4 (34:24) R. Weisheit, 2:5 (39:20/3-4) R. Weisheit (Esser), 3:5 (44:35) Bruch (Könning), 3:6 (45:22) R. Weisheit, 4:6 (52:40) Bruch (Svejda), 4:7 (58:40/5-4) R. Weisheit

 Strafminuten: Highlander Lüdenscheid 6, HC Köln-West Rheinos 0

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