Sebastian Pilia: Kreuzheben für Deutschland

Altenaer Polizeikommissar hat Weltspiele vor Augen

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Polizeikommissar Sebastian Pilia (links) startet im nächsten Jahr bei den World Police and Fire Games. Unterstützt wird der 23-Jährige von seinen Kollegen um Wachleiter Alexander Fall.

Altena - Sebastian Pilia hat ein großes Ziel vor Augen. Ein sehr großes sogar. Im nächsten Jahr startet der Polizeikommissar aus Altena bei den World Police and Fire Games (WPFG). Bei dieser sportlichen Großveranstaltung, die seit 1985 alle zwei Jahre ausgerichtet wird, handelt es sich um Weltsportspiele für Angehörige der Polizeien, der Berufsfeuerwehren sowie der Justiz- und Zollverwaltungen.

„Ich freue mich schon jetzt riesig auf diese Veranstaltung, die so etwas wie die Olympischen Spiele für Polizisten und Feuerwehrleute ist“, sagt der 23-Jährige. Im Internet hat sich der Polizeikommissar bereits einige Videos vergangener World Police and Fire Games angeschaut – und war sofort Feuer und Flamme für diese Spiele. Eröffnet werden die WPFG, die 2017 vermutlich in Los Angeles und nicht wie zunächst geplant in der kanadischen Metropole Montreal über die Bühne gehen werden, stets mit einer Eröffnungsfeier mit dem Einmarsch der Sportler aller Nationen.

2015 gingen in Fairfax County im Bundesstaat Virginia (USA) rund 8500 Teilnehmer – sowohl Breiten- als auch Leistungssportler – aus mehr als 50 Ländern in etwa 50 verschiedenen Sportarten an den Start. Neben den gängigen olympischen Sportarten wurden in Fairfax auch Wettkämpfe im Treppenlauf, Dart oder Billard ausgetragen. Die deutsche Mannschaft der German Fire & Sports Federation nahm mit knapp 100 Athleten an diesen Spielen teil.

Zum deutschen Team 2017 wird nun auch Sebastian Pilia zählen. Den schwarz-rot-goldenen Trainingsanzug mit dem Adler und dem Logo der German Fire & Sports Federation auf der Brust hat der 23-Jährige, der in den Disziplinen Kreuzheben und Bankdrücken starten wird, bereits erhalten. „Der Anzug steht ihm richtig gut“, sagt Marcus Glock mit einem Augenzwinkern. Glock ist Trainer des Kraftsportvereins (KSV) Altena, bei dem Sebastian Pilia trainiert und sich nun intensiv auf die WPFG im nächsten Jahr vorbereitet. „Die Bedingungen beim KSV sind ideal, der Sport ist hier absolut sauber. Und mit Marcus habe ich einen richtig guten Trainer, der mich fordert und fördert“, betont der Polizeikommissar.

Unterstützung erfährt der 23-Jährige aber auch von seinen Altenaer Kollegen um Wachleiter Alexander Fall. „Polizei und Sport gehören zusammen. Wir stehen daher natürlich voll und ganz hinter unserem Kollegen“, sagt der Polizeihauptkommissar. Sebastian Pilia weiß die Rückendeckung zu schätzen und wird in den kommenden Monaten reichlich Gewichte stemmen und ziehen, um bestens vorbereitet die Spiele in Angriff zu nehmen und damit auch die Polizei im Märkischen Kreis möglichst erfolgreich zu vertreten. Die Kosten für die nicht dienstliche Reise zu den Spielen muss der 23-Jährige freilich selbst tragen.

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