TTC peilt Durchmarsch in die Regionalliga an

+
Der TTC möchte heimischen Talenten wie dem Neuenrader Nils Maiworm eine sportliche Perspektive bieten.

Altena - Nach 40 Jahren dauerhafter Zugehörigkeit im Spitzensport zog sich der TTC Altena im April 2013 freiwillig aus der 2. Tischtennis-Bundesliga zurück. Die Verantwortlichen des Traditionsvereins aus dem Lennetal hatten sich – bei aller Wehmut – für einen sportlich radikalen Schritt entschieden, der in der nationalen Tischtennis-Szene aufhorchen ließ. Seit diesem Neuanfang geht es beim zweimaligen Deutschen Meister ausnahmslos in eine Richtung – zurück nach oben.

Erster in der Landesliga, Verbandsliga-Champion, NRW-Liga-Meister: In den vergangenen drei Spielzeiten marschierten die Burgstädter eindrucksvoll durch die Amateurligen und sorgten in den Hallen der Gegner nicht selten für einen etwas höheren Zuschauerzuspruch als üblich. Und das lag primär an der Personalie Wilfried Lieck. Einen der besten Plattenkünstler, die dieses Land je hervorgebracht hat, bekommt man schließlich nicht alle Tage zu sehen. Lieck wurde unter anderem fünf Mal Deutscher Meister im Einzel, holte Teamsilber bei Welt- und Europameisterschaften und EM-Gold im Mixed. Und der inzwischen 70-jährige Altmeister hat letztlich großen Anteil daran, dass der TTC dreieinhalb Jahre nach dem Zweitliga-Rückzug in der nun beginnenden Saison 2016/17 in der Oberliga West um Punkte spielen wird.

Geht es nach den Vorstellungen der Verantwortlichen, wird auch die Oberliga nur eine Durchgangsstation sein. „Unser Ziel ist der Aufstieg in die Regionalliga, weil wir Talenten aus der Region gerne eine Perspektive in einer höheren Spielklasse bieten wollen“, sagt der TTC-Vorsitzende Ralf Springob. Mit dem 17-jährigen und schon Regionalliga-erfahrenen Neuenrader Nils Maiworm wird ein solches Talent in der Oberliga für den TTC aufschlagen, weitere sollen in Zukunft folgen.

Ein Selbstläufer, weiß Springob, wird der avisierte Aufstieg aber nicht. „Wir bekommen es mit starken Gegnern wie Champions Düsseldorf oder den Zweitvertretungen von Borussia Dortmund und dem 1. FC Köln zu tun. Bei diesen Teams sind Spieler dabei, die vor zwei Jahren teilweise noch 2. Bundesliga gespielt haben“. Über im Spitzensport erfahrene Akteure verfügen freilich auch die Burgstädter, die ihre Heimspiele sonntags und bei freiem Eintritt in der Sauerlandhalle bestreiten werden.

Mit Krisztian Katus kehrte im Sommer ein guter Bekannter zum TTC zurück. Der ungarische Nationalspieler, zuletzt für den Gießener SV in der Oberliga Hessen aktiv, stieg 2011/12 mit den Altenaern in die 2. Bundesliga auf und wird in der neuen Serie Spitzenspieler sein. Zusammen mit Ara Karakulak, Krzysztof Wloczko, Krzysztof Zielinski, Nils Maiworm, Sascha Köstner, Marcin Jarkowski und Michal Wierzchowski sieht Springob den TTC qualitativ wie quantitativ bestens gerüstet.

Wilfried Lieck hingegen wird „nur“ noch in der TTC-Reserve aufschlagen, die sich nach einem Jahr in der Kreisliga in der Bezirksklasse 3 zurückgemeldet hat.

Mehr zum Thema

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare