HSV setzt die Vorgaben des Trainers perfekt um

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Markus Winkelsträter und die HSV Plettenberg/Werdohl packten gegen den Oberligisten beherzt zu.

Plettenberg - Mit einem so deutlichen Sieg gegen den Oberliga-Aufsteiger SSV Nümbrecht hatte Trainer Friedhelm Ziel nicht gerechnet. 32:22 (15:12) setzte sich Handball-Verbandsligist HSV Plettenberg/Werdohl am Samstag in Böddinghausen gegen den Gast aus dem Oberbergischen durch.

Keine Frage: Die HSV spielte richtig gut. Trotzdem, darauf wies Routinier Pierre van der Hurk direkt nach dem Abpfiff hin, dürfe man das Ergebnis auf keinen Fall überbewerten. Nümbrecht trat nicht in Bestbesetzung an, hatte zudem das erste Mal seit drei Wochen wieder einen Ball in der Hand. „Sie hatten drei Wochen keine Halle zur Verfügung“, fügte Ziel hinzu. Außerdem ließen die favorisierten Gäste den erwarteten Biss und die Durchschlagskraft eines Oberliga-Teams vermissen. Wie dem auch sei – die HSV wirkte wie in den Spielen gegen Evingsen und Menden hochmotiviert, physisch wie psychisch in einer Top-Verfassung und leistete sich kaum Fehler.

Die HSV begann stark, operierte vor allem in der Abwehr souverän. Nümbrecht tat sich schwer, Lücken in das Bollwerk zu reißen. Lediglich zwei Gegentore kassierte HSV-Schlussmann Meckel bis zur zehnten Minute (6:2), harmonierte ganz hervorragend mit seiner engagierten Defensive. Ziel hatte bereits im Vorfeld betont, dass er nicht auf Ergebnis spielen würde. Wichtiger sei, taktisch und personell einiges auszuprobieren. Also wechselte der Coach munter durch, testete verschiedene Varianten und Besetzungen. „In der zweiten Halbzeit passte es dann mit den internen Absprachen deutlich besser“, analysierte der Lüdenscheider.

Nümbrecht nutzte die leichten Abstimmungsprobleme, verkürzte bis zur 20. Minute auf 7:9 und glich dann zwei Minuten später zum 10:10 aus. Bis zur Pause stabilisierte sich die HSV wieder, lag nach dem ersten Spielabschnitt 15:12 in Front. Danach wurde es schnell deutlich. „Wir haben unsere Konzepte durchgebracht“, lobte Ziel die Vorstellung seiner Mannschaft, die gegen jedes Nümbrechter Abwehrsystem passende Lösungen parat hielt. Über 21:15 (40.) und 26:19 (50.) marschierte die HSV unaufhaltsam zum verdienten 32:22-Erfolg. „Die Entwicklung ist gut“, betonte Trainer Friedhelm Ziel.

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