FSV Werdohl im Abschluss zu fahrlässig

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Die FSV Werdohl um Neuzugang Julian Kroll (links) tat sich am Donnerstagabend gegen den SC Plettenberg schwer, setzte sich gegen den forsch auftretenden A-Kreisligisten am Ende aber knapp mit 3:2 durch.

Werdohl - Mangelnde Konsequenz im Torabschluss, Probleme in der Spieleröffnung und zu leichte Ballverluste im Mittelfeld – beim Auftritt des Fußball-Landesligisten FSV Werdohl im zweiten Vorbereitungsspiel steckte am Donnerstagabend noch reichlich Sand im Getriebe. „Das war nicht wirklich gut von uns“, brachte es FSV-Trainer Manuel Sander nach dem 3:2 (1:0)-Erfolg gegen den engagiert auftretenden A-Kreisligisten SC Plettenberg auf den Punkt.

„Wir haben zu kompliziert gespielt und in der Summe zu viele Chancen liegen lassen. Aber das werden wir in den nächsten Wochen noch hinbekommen. Ganz sicher sogar“, meinte Sander nach diesem aufschlussreichen und letztlich auch unterhaltsamen 90-Minüter, in dem die Zweikämpfe auf beiden Seiten beherzt geführt wurden und Schiedsrichter Wilczek (Lüdenscheid) gleich sechs Mal den gelben Karton zückte. Überhart war der Test dabei keineswegs, bot sogar eine bemerkenswerte Fair-Play-Geste von FSV-Kapitän Lukas Kessler. Als der starke SCP-Torhüter Sören Langwald nach einem missratenen Klärungsversuch seiner Vorderleute die Kugel mit der Hand aufgenommen hatte, entschied Referee Wilczek zur Überraschung aller Akteure auf regelwidrigen Rückpass. Dieses „Geschenk“ nahm Kessler aber nicht an und schob die Kugel aus fünf Metern absichtlich ins Toraus.

Der Werdohler Kapitän war es auch, der in Durchgang eins zweimal den Führungstreffer auf dem Schlappen hatte (8./12.), aber ebenso scheiterte wie Philipp (12.) und Falk Fischer (33.). Besser als seine Teamkollegen machte es Faruk Cakmak in Minute 42. Nach einem sehenswerten Angriff über P. Fischer und Sarris schob der Neuzugang trocken zum 1:0 ein. Und als „Bubi“ Topcu kurz nach dem Wechsel auf 2:0 stellte (49.), schien der erste Testspielerfolg der FSV in trockenen Tüchern.

Die forsch auftretenden Plettenberger aber schlugen zurück und glichen binnen weniger Minuten aus. Zunächst hämmerte Sebastian Schmidt die Kugel aus rund 20 Metern unter den Querbalken (66.), ehe er nach vorangegangenem Foul an David Glowotz einen Elfmeter zum 2:2 (73.) verwandelte.

Ein Strafstoß war es letztlich auch, der den freundschaftlichen Vergleich in der Nachspielzeit entscheiden sollte. Nach einem vermeintlichen Foul von Langwald an Schlitzohr „Bubi“ Topcu behielt Kessler vom Punkt die Nerven.

Mit einem Bezirksligisten bekommt es die FSV am Sonntag (15 Uhr) zu tun. Zu Gast am Riesei ist dann der ASSV Letmathe, der im Rahmen des Vorbereitungsturniers um den FIN-Cup am Mittwoch für eine Überraschung sorgte und den Werdohler Landesliga-Rivalen BSV Menden mit 1:0 bezwang. „Wir wollen eine Schippe drauflegen und müssen einfacher Fußball spielen“, so „Manni“ Sander.

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