1:3-Pleite in Bremerhaven: Iserlohn Roosters jetzt Letzter

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Entsetzen bei Iserlohns Cheftrainer Jari Pasanen: Nach noch ordentlichem Beginn baute sein Team immer mehr ab, verlor in Bremerhaven verdient mit 1:3.

BREMERHAVEN - Die Iserlohn Roosters kommen in der Deutschen Eishockey Liga einfach nicht in Tritt. Beim DEL-Neuling Fishtown Pinguins aus Bremerhaven kassierten die Sauerländer am Freitagabend in ihrem dritten Spiel mit 1:3 (0:1, 1:0, 0:2) die dritte Niederlage, zieren damit vorerst das Tabellenende.

Gegen die Gastgeber, die sich kurzfristig noch mit dem deutsch-kanadischen Stürmer Ross Mauermann verstärkt hatten, war das Pasanen-Team in Drittel ein noch die bessere Mannschaft, spielte sich bei „5 gegen 5“ zahlreiche Chancen heraus. Ein starker REV-Goalie Nieminen klärte schon in der ersten Minute gegen Friedrich, im weiteren Verlauf folgten fünf weitere „Hochkaräter“. Unter anderem traf Dziurzynski nur den Innenpfosten (9.). Was die Roosters zudem nicht schafften, war von der Strafbank fern zu bleiben. Und so war es nach der dritten Hinausstellung so weit: Mit einem verdeckten Schuss überwand Bergmann IEC-Keeper Lange (11.).

Zu Beginn des Mittelabschnitts überstanden die Gäste eine weitere Unterzahl, arbeiteten anschließend konsequent weiter am Ausgleich, der in der 26. Minute fallen sollte. Eingeleitet von einem Schlagschuss an den Bremerhavener Innenpfosten, der nach dem Videobeweis allerdings keine Anerkennung fand, saß der nächste Fischer-Schuss, den Bassen unhaltbar abfälschte – 1:1. Auftrieb gab dieser Treffer indes nicht, immer mehr rückte Lange in den Mittelpunkt. Und doch hätten die Roosters in Führung gehen können, aber Caporusso, zuvor von Tiffels gestoppt, scheiterte mit einem Penalty an Nieminen (39.).

Ins letzte Drittel starteten die Pinguine als deutlich bessere Mannschaft. Läuferisch schneller unterwegs, abgeklärter im Spielaufbau, erarbeitete sich das weitaus galligere Team von Trainer Thomas Popisch schon in den ersten drei Minuten durch Dejdar und Körner zwei hervorragende Konter, die Lange aber noch parieren konnte. Das gelang in der 47. Minute nicht mehr, als Dejdar erneut allein vor ihm auftauchte, die Zuordnung in der Iserlohner Deckung nicht stimmte und die Gastgeber sich zum zweiten Mal die Führung angelten. Erst als Bast in der 54. Minute sogar zum 3:1 traf, wurden die Blau-Weißen noch einmal wach, erhöhten das Tempo, aber Zählbares sprang nicht mehr heraus.

Dementsprechend groß war die Enttäuschung, auch bei Boris Blank: „Wir haben alle drei Spiele Sch... gespielt, so geht es nicht weiter.“ - MiHei

Pinguins: Nieminen – Lavallée, Bergmann; Lampl, Moore; Tiffels, Pentikäinen; Maschmeyer – Quirk, Owens, Hooton; Bast, Combs, Dejdar; Mauermann, George, Zucker; McPherson, Körner, Slaton

Roosters: Lange – Fischer, Button; Milam, Pikkarainen, Périard, Orendorz; Shevyrin – Jaspers, Caporusso, Friedrich; Down, Wruck, Rallo; Dziurzynski, Blank, Rome; Bassen, Ross, Bettahar

Schiedsrichter: Aumüller (Planegg); Hoppe (Bad Nauheim)

Tore: 1:0 (10:16) Bergmann (Quirk, Hooton/5:4), 1:1 (25:20) Bassen (Fischer), 2:1 (46:30) Dejdar (Bast, Hooton), 3:1 (53:46) Bast (Combs, Dejdar)

Strafminuten: Pinguins 4; Roosters 10

Zuschauer: 4447

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