GELSENKIRCHEN - Huub Stevens erweiterte Samstag am frühen Abend die Reihe der Fantasie-Fußball-Klubs wie Barfuß Jerusalem um eine neue Variante: „Wir haben nicht gegen den FC Hüppelbüpp gespielt“, konstatierte der 58-jährige Schalker Trainer mit seinem niederländischen Akzent.

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Von Jens Greinke
Wie schon eine Woche zuvor in Köln muss der Auftritt der Schalker im ersten Durchgang als halbwegs katastrophal bezeichnet werden. „Wenn wir das mal wüssten“, antwortete Kapitän Benedikt Höwedes auf die Frage, warum sich seine Mannschaft derzeit das Leben in der ersten Halbzeit so schwer macht. „Wir waren zu ungenau in den Pässen und hatte zu viel Unruhe im Spiel“, analysierte Torjäger Klaas-Jan Huntelaar und ergänzte: „In der zweiten Halbzeit haben wir mehr Willen gezeigt.“
Dieses Mal hatte es allerdings nicht zum Erfolg gereicht. Während die Schalker eine Woche zuvor den 0:1-Rückstand in Köln in der zweiten Halbzeit noch in ein 4:1 verwandeln konnten, gelang ihnen dieses Mal nur der Ausgleich. Neuzugang Chinedu Obasi hatte in der 59. Minute den Ball aus extrem spitzem Winkel in die Maschen gehämmert. Zur deutlichen Leistungssteigerung in Durchgang zwei hatten erneut einige taktische Umstellungen von Huub Stevens geführt. Vor allem die Einwechslungen von Jefferson Farfan und Juan-Manuel Jurado sorgten dafür, dass die Mainzer unter teilweise enormen Druck gerieten. Zum Siegtreffer reichte es allerdings nicht mehr.
Für Stevens hatte seine Mannschaft dennoch „einen Schritt in eine gute Richtung gemacht“. Schalkes Trainer wies noch einmal darauf hin, dass seine Mannschaft trotz der hervorragenden Tabellensituation „noch in der Entwicklung steckt“. Auch Manager Horst Heldt sah sich angesichts aufkommender Unzufriedenheit im Stadion genötigt, die Realität im Auge zu behalten: „Die Leute im Stadion waren heute sehr schnell nervös. Da müssen wir höllisch aufpassen, denn es steht eine junge Mannschaft auf dem Platz.“ Und diese musste am Samstag erst einmal verkraften, nach fünf Siegen in Folge mal wieder einen kleinen Dämpfer erhalten zu haben. Ein wenig Trost fanden die Schalker schließlich in den Ergebnissen der Konkurrenz an der Tabellenspitze. Außer dem BVB hatten auch Bayern München und Mönchengladbach Federn gelassen.
Quelle: wa.de| Platz | Mannschaft | Tore | Diff | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 55 | 81 |
| 2 | FC Bayern | 77:22 | 55 | 73 |
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 30 | 64 |
| 4 | Mönchengladbach | 49:24 | 25 | 60 |
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 8 | 54 |
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 17 | 53 |
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | -4 | 48 |
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | -13 | 44 |
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | -9 | 42 |
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | -11 | 42 |
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | -6 | 41 |
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | -16 | 40 |
| 13 | FSV Mainz 05 | 47:51 | -4 | 39 |
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | -13 | 38 |
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | -22 | 36 |
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | -26 | 31 |
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | -36 | 30 |
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | -30 | 23 |
für den 34. Spieltag
| Heim | Gast | Spiel |
|---|---|---|
| 1. FC Nürnberg | Bayer Leverkusen | 1:4 |
| 1. FC Köln | FC Bayern | 1:4 |
| Werder Bremen | FC Schalke 04 | 2:3 |
| FC Augsburg | Hamburger SV | 1:0 |
| Borussia Dortmund | SC Freiburg | 4:0 |
| Hannover 96 | 1. FC Kaiserslautern | 2:1 |
| Hertha BSC Berlin | 1899 Hoffenheim | 3:1 |
| VfB Stuttgart | VfL Wolfsburg | 3:2 |
| FSV Mainz 05 | Mönchengladbach | 0:3 |



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