Gastgeber der WM 2018

Russland nach EM: Keine Mannschaft und kein Trainer

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Russlands Nationalmannschaft schied bei der EM 2016 nach der Vorrunde aus.

Moskau - Nach der blamablen EM-Endrunde in Frankreich sieht die Zukunft für den Gastgeber der Weltmeisterschaft 2018 düster aus. Um ein neues Team aufzubauen, muss nun erst einmal ein neuer Trainer gefunden werden.

WM-Gastgeber Russland sucht auch drei Wochen nach seinem desaströsen Vorrunden-K.o. bei der Fußball-EM in Frankreich weiter nach Orientierung. "Ich habe das Gefühl, dass wir um Jahre zurückgeworfen sind. Im Moment haben wir keine Nationalmannschaft und keinen Nationaltrainer", sagte Sportminister und Fußball-Chef Witali Mutko laut der russischen Nachrichtenagentur TASS.

In der Bevölkerung des Riesenreiches herrscht zwei Jahre vor der Heim-WM offenkundig große Besorgnis. Drei Wochen nach dem blamablen EM-Aus der Sbornaja bekam die Regierung inzwischen auch offiziell eine Online-Petition zur Auflösung der Nationalmannschaft mit fast 900.000 Unterschriften vorgelegt.

Bildung eines neuen Teams könnte schwer werden

"Wir werden auch die Ansicht so vieler Menschen natürlich beim Neuaufbau der Mannschaft berücksichtigen", sagte Mutko nach der Übergabe an sein Haus: "Diese hohe Zahl ist nur ein kleiner Teil der Menschen, denen Fußball nicht gleichgültig ist. Sie müssen sich darauf verlassen können und es muss ihnen erklärt werden, welche Maßnahmen schon ergriffen worden sind. Wenn die Menschen sehen, dass sich die Nationalmannschaft in die richtige Richtung entwickelt, wird das Team auch die notwendige Unterstützung erhalten."

Mutko und sein Verband suchen nach dem Rücktritt von Leonid Sluzki wegen der EM-Pleite weiter nach einem neuen Nationaltrainer. Die Bildung eines konkurrenzfähigen Teams für die WM-Endrunde 2018 allerdings dürfte für die als Gastgeber automatisch qualifizierten Russen ohne Qualifikationsspiele mühsam sein. Die einzigen Pflichtbegegnungen für die Sbornaja stehen beim Confed-Cup-Heimspiel 2017 auf dem Programm.

SID

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