Pressestimmen zu Frankreichs Sieg

"Vulkan problemlos gelöscht und Engländer im Vorbeigehen blamiert"

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Nicht nur Frankreich ist verliebt in "Les Bleus": Die Fans der französischen Nationalmannschaft können vom EM-Titel träumen.

München - Frankreich brilliert im Viertelfinale gegen Island und lässt die verbliebenen Konkurrenten staunen. Die internationale Presse feiert den EM-Gastgeber.

Mit einem Offensiv-Feuerwerk ist Frankreich ins Halbfinale der Heim-EM gestürmt und fordert nun am Donnerstag Weltmeister Deutschland heraus. Die Zeitungen in der "Grande Nation" und anderen Ländern feiern das 5:2 der "Equipe Tricolore" über tapfere Isländer, die in ihrer Heimat für viel Freude sorgen.

Pressestimmen aus Frankreich

L'Equipe: "Fast perfekt! Ein Offensiv-Festival, aber die Abwehr macht weiter Sorge. Nachdem der Vulkan problemlos gelöscht wurde, wartet jetzt der Mount Everest. Jetzt fängt der Sommer an. Erinnerungen werden wach. Frankreich hat den schwächsten Viertelfinalteilnehmer torpediert und im Vorbeigehen England blamiert."

Le Parisien: "Jetzt glauben wir dran! Wir haben keine Angst vor Deutschland. Zehn Jahre nach dem Finale von Berlin könnten wir wieder ein Endspiel spielen. Das Ergebnis lässt keine Diskussion offen. Aber trotzdem: Dank an die Wikinger!"

Ouest France: "Und jetzt: Deutschland! Angesichts der bisherigen Gegner war das Erreichen des Halbfinales eine Minimalforderung, die jede Gewerkschaft gestellt hätte. Ob Frankreich wirklich besser geworden ist, werden wir erst am Donnerstag wissen. Dann treffen Les Bleus auf die Mannschaft, die sie vor zwei Jahren im Viertelfinale gestoppt hat."

Le Courrier de l'Ouest: "Les Bleus haben ihre Muskeln gezeigt. Island hatte kein Niveau, Frankreich hat sein Niveau gesteigert. Eine Lehrstunde, die träumen lässt."

Pressestimmen aus Island

Frettabladid: "Das Abenteuer in Frankreich ist beendet. Unsere Jungs haben ihr schlechtestes Spiel in diesem Turnier gezeigt und Frankreich bewies, wie unglaublich gut es ist. Die Niederlage ist auf dem Papier bitter, aber die Mannschaft wird nicht für diese 90 Minuten bewerten werden, sondern für das, was sie insgesamt in den letzten Jahren geleistet hat."

Pressan: "Trotz der Niederlage gegen Frankreich beginnt das Abenteuer gerade erst. Das Team muss zwar nach Hause reisen, aber es hat die internationale Aufmerksamkeit erweckt. Island erreichte in seinem ersten großen Turnier mehr, als alle erhofft haben. Sie unterhielten das Publikum mit hervorragendem Zusammenhalt, Kampf und Nervenkitzel."

Kjarninn: "Das Abenteuer ist noch nicht vorbei. Weder das Team noch die Menschen sind mit diesem Ergebnis richtig zufrieden. In Island glaubt man daran, dass man irgendwann Europameister werden kann."

Frankreich beendet mit 5:2-Sieg Islands EM-Märchen

Pressestimmen aus Spanien

Marca: "Griezmann will die Krone. Frankreichs Vulkan bricht aus. Frankreich ist ein anderes Team wenn es in Führung geht, Griezmann ist ein Teufel. Island bleibt nur der Stolz. Am Donnerstag ist der heilige Fußballtag: Frankreich gegen Deutschland."

AS: "Ein französisches Torfestival gegen eine Illusion. Island gab nie auf und verabschiedet sich durch die große Tür mit zwei Treffern. Island ist draußen, der Traum von EuroLeicester ist vorbei. Wir sagen trotzdem danke."

Sport: "Frankreich versenkt die Wikinger. Island ist der moralische Sieger der Europameisterschaft. Die innige Liebesgeschichte von Island und der EM hatte ihr letztes Kapitel."

El Mundo Deportivo: "Die isländische Sage, die in Frankreich geschrieben wurde, ist eine der größten Sensationen in der EM-Geschichte. Ihr Glaube an sich selbst und ihr Stolz ließen sie in der zweiten Halbzeit noch zwei Treffer erzielen."

El Pais: "Island holt sich fünf Backpfeifen von stahlharten Franzosen. Die Bestie, die in Pogba steckt, wurde geweckt. Frankreich fährt nach Marseille, da wartet Deutschland."

ABC: "Griezmann war ein Albtraum für die Isländer. Jetzt steht eine Schlacht der Angst gegen Deutschland an, gegen die zuverlässigste Mannschaft."

Pressestimmen aus Italien

Gazzetta dello Sport: "Der wahre Vulkan ist Pogba. Arrivederci Island, Du hast eine Zukunft. Die Gegenwart war spannend, leider war das Ende grausam."

Corriere dello Sport: "Plötzlich hat Frankreich all sein Talent gezeigt und Island versenkt. Für die Isländer war es unmöglich, die blaue Welle in Grenzen zu halten. Nach den fünf Toren gegen Island gewinnt Frankreich an Selbstvertrauen, auch Deutschland flößt weniger Angst ein".

Tuttosport: "Eine blaue Lawine fegt die Isländer weg. Die kleine Mannschaft, die England ausradiert hatte, muss auf seine Träume verzichten und kapituliert vor den Hieben von Schwergewichten wie Pogba und Payet."

La Stampa: "Die Europameisterschaft der Märchen verliert Island. Die Bleus werden zur Lawine."

La Repubblica: "Ciao Island. Die Isländer haben ein Märchen erlebt, das jedoch lange vor Mitternacht zu Ende geht."

sid

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