FCB-Boss erklärt Notwendigkeit der UEFA-Reform

Rummenigge: "Die englische Liga erdrückt uns"

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Karl-Heinz Rummenigge verteidigt die neue Champions-League-Reform. 

München - Sie ist umstritten, aber sie kommt: die Champions-League-Reform. Für den FC Bayern bedeutet das einen Anstieg der Einnahmen von rund 70 Prozent. Rummenigge verteidigt die Reform.

Für die neue UEFA-Reform ab der Saison 2018/19 ist Karl-Heinz Rummenigge zuletzt oft kritisiert worden. In seiner Funktion als Vorsitzender der ECA hatte sich der FCB-Boss mit der UEFA darauf geeinigt, künftig vier Vereine aus den vier Topligen an der Champions League teilnehmen zu lassen. Jetzt hat sich der 60-Jährige erstmals ausführlicher über die Verhandlungen und die Pläne geäußert. Rummenigge betonte im Interview mit dem Spiegel, wie wichtig die Reform gewesen sei. Andernfalls wären viele Klubs dem „Lockruf des Geldes erlegen. Die Champions League wäre in die Luft geflogen“, sagte Rummenigge und verteidigte die Neuerung. Man sei besonders wegen der Einnahmen der englischen Premier League unter Druck geraten. „Mit ihren 3,3 Milliarden Euro Fernsehgeldern pro Saison erdrückt sie uns alle“, sagte Rummenigge.

Mit der Modifizierung der UEFA-Wettbewerbe können sich jetzt aber auch die Münchner über einen wahren Geldregen freuen. Vorstandschef Rummenigge rechnet mit Einnahmen von 109 Millionen Euro in der Champions League. Im Vergleich zu dieser Saison würde das einen Anstieg der Einnahmen um 70 Prozent bedeuten. Das neue Geld helfe den Bayern auch, weitere Verträge mit Spielern abzuschließen – unter anderem mit Robert Lewandowski. Der Mittelstürmer hatte bisher Vertragsangebote der Bayern abgelehnt. Rummenigge sagt nun, dass er optimistisch sei, „dass auch Robert noch lange beim FC Bayern seine Tore schießen wird“.

Ab 2018 werden 3,2 Milliarden Euro pro Saison ausgeschüttet, bislang sind es nur 2,4 Milliarden. Durch die Reform bekommen vor allem die Top-Klubs in der CL noch mehr vom Kuchen. Die kleinen Klubs der nationalen Ligen bekommen davon fast nichts ab. „Die Problematik heute liegt sicherlich darin, dass der Fußball sich global extrem weiterentwickelt und der Wettbewerb sich dadurch für alle Bundesligaklubs verschärft hat“, so Rummenigge und fragt: „Wie wollen Sie so eine Entwicklung noch aufhalten?“

Dennoch glaubt er weiter an Spannung in der Liga und erklärt, was es dafür brauche: „Auf Dauer braucht die Bundesliga einen international starken dritten und vierten Klub. Diese Klubs werden dann auch automatisch in der Bundesliga stärker.“

tz

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