An ein Karriereende denkt er jedoch nicht 

Löw schließt Bundesliga-Rückkehr aus

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Nie wieder: Bundestrainer Joachim Löw schließt eine Bundesliga-Rückkehr aus. 

Essen/Hannover - Bundestrainer Löw will künftig nicht mehr als Bundesliga-Coach arbeiten. An ein Karriereende als Nationaltrainer denkt er aber noch lange nicht.

Bundestrainer Joachim Löw hat mit Blick auf die Trainerwechsel in der Bundesliga Kritik an den Vereinen geübt und eine Rückkehr als Coach ins Fußball-Oberhaus ausgeschlossen. „Ich habe Verständnis, dass ein Trainerwechsel manchmal angebracht sein kann. Entscheidend aber ist, dass dies immer fair und korrekt über die Bühne geht. Dieses Gefühl habe ich leider nicht immer. Da wird auch mal ein Trainer komplett im Regen stehen gelassen und wochenlang mit einem Ring durch die Nase in der Manege vorgeführt“, sagte der 56-Jährige im Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch-Ausgaben).

Rückkehr in Bundesliga kommt nicht in Frage 

Konkret zu Clubs - in dieser Saison wechselten bereits Werder Bremen und der Hamburger SV ihre Trainer - wollte sich Löw nicht äußern. Eine Rückkehr in die Bundesliga kommt für den Weltmeister-Coach nicht in Frage. Auf die Frage, ob er nie mehr einen Bundesliga-Club übernehmen werde, antwortete Löw: „Stimmt.“

Die Qualität der Liga sieht er im Vergleich zur finanzkräftigen englischen Premier League oder der Primera Division in Spanien auf einem hohen Niveau. „Die wichtige Aufgabe ist, junge Spieler zu entwickeln. Das ist die Zukunft“, sagte er im Interview dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Da sehe ich Deutschland führend. Da sind wir weiter als andere Ligen, in denen viel Geld bezahlt wird.“

Die WM in Russland ist Löws Ziel - "Ich will diesen Titel verteidigen" 

Löw ist seit zehn Jahren Nationaltrainer, sein Vertrag läuft nach der WM 2018 aus. Der Schwarzwälder sieht derzeit keine Veranlassung, dem Wunsch von DFB-Präsident Reinhard Grindel nachzukommen und den Kontrakt zu verlängern. „Das Vertrauen ehrt mich, aber momentan gibt es keinen Grund dafür. Jetzt freue ich mich zunächst einmal auf die WM 2018 in Russland“, betonte Löw. Abnutzungserscheinungen könne er bislang bei sich noch nicht erkennen, der Titelgewinn bei der WM 2014 treibt ihn an. „Ich habe eine hohe Grundmotivation in mir. Für mich ist 2014 ein Ansporn. Ich will diesen Titel verteidigen“, sagte er.

In seiner bisherigen Amtszeit würde er vor allem eine Entscheidung heute anders treffen: „Was ich bedauere, ist, dass Michael Ballack keinen besseren Abgang aus der Nationalmannschaft hatte. Dass wir das nicht zur Zufriedenheit aller haben lösen können.“

dpa

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