Roman Bürki ist endlich in Dortmund angekommen

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Roman Bürki

Dortmund - Nicht immer sagt die Statistik alles über ein Spiel aus. Nach dem 5:1-Erfolg der Dortmunder Borussia in Wolfsburg bestätigt aber allein die Torschussbilanz, warum der BVB die Niedersachsen am Ende so deutlich bezwang.

Laut BVB-Trainer Thomas Tuchel war es die überragende Effizienz der Schwarz-Gelben im Angriff, die am Ende den Ausschlag gab. Beide Mannschaften brachten neun Bälle direkt auf das Tor. Doch während die Gäste gleich fünfmal jubelten, landete nur ein Schuss der „Wölfe“ im Dortmunder Netz. Deshalb bescheinigt Tuchel seinem Schlussmann Roman Bürki nicht nur, in Wolfsburg eine sehr gute Leistung gezeigt zu haben. Für den Coach war die Vorstellung des Schweizers auch ein Indiz dafür, dass der Torhüter endlich bei der Borussia angekommen ist.

„Er hat inzwischen nicht mehr das Gefühl, der Torwart von Freiburg in Dortmund zu sein, sondern fühlt sich als Torwart von Dortmund. Das ist schwer zu beschreiben, aber genau das kitzelt die paar Prozent Sicherheit heraus, die er jetzt ausstrahlt“, erklärt Tuchel. Mit diesem Gefühl trifft Roman Bürki am Freitag (20.30 Uhr) auf seinen Ex-Klub Freiburg.

Für 3,5 Millionen Euro Ablösesumme war der inzwischen 25-Jährige im Juli 2015 aus dem Breisgau nach Dortmund gewechselt, löste dort Routinier Roman Weidenfeller als Nummer eins ab. Eine Situation, die den Keeper laut Tuchel sehr unter Druck setzte, mit der er erst einmal umzugehen lernen musste.

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Während ihm zuvor beim Absteiger in Freiburg die Bälle nur so um die Ohren geflogen waren, er sich ständig auszeichnen konnte, wurde er bei einem Spitzenklub wie dem BVB nur selten geprüft, hinterließ dabei nicht immer den sichersten Eindruck. Dennoch stellte sich sein Trainer stets schützend vor ihn. „Ich war schon im Vorjahr sehr zufrieden mit ihm“, erklärt Tuchel. „Er hat auch in unspektakulären Spielen, die wir am Ende meist klar gewonnen haben, unauffällig, aber gut gehalten“, erklärt der Coach.

Der empfing nach dem kurzen Sommerurlaub nach der Europameisterschaft in Frankreich einen sehr ruhig und ausgeglichen wirkenden Schlussmann. „Er hat seitdem noch mal einen absoluten Schritt nach vorne gemacht – in allen Bereichen“, beteuert der Fußball-Lehrer, der das nicht zuletzt auf die enge Zusammenarbeit mit Torwarttrainer Teddy de Beer zurückführt. Sogar Routinier Roman Weidenfeller, der derzeit nur in DFB-Pokalspielen eingesetzt wird und sich im Konkurrenzkampf außerordentlich fair verhält, schreibt Tuchel einen hohen Anteil an Bürkis positiver Entwicklung zu.

Der sehr selbstkritische Bürki spricht öffentlich nicht gerne über sich selbst. Das überlässt er lieber anderen. Er ist auf dem besten Wege, trotz aller Anlaufprobleme zum sicheren Rückhalt des Vizemeisters zu werden. Dass er das am Freitag gegen seinen Ex-Klub erneut bestätigen möchte, liegt auf der Hand. Ein Sonderlob vom Trainer, wie zuletzt in Wolfsburg, ist die schönste Belohnung.

Quelle: wa.de

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