BVB vergibt beste Torchancen

Supercup: Und wieder einmal siegen die Bayern

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Die Vorentscheidung: Vidal erzielt das 1:0, Rode hat das Nachsehen.

Dortmund - Es war eine sehr delikate Vorspeise, eine, die richtig Appetit auf die in zwei Wochen beginnende Saison in der Bundesliga machte. Der Supercup 2016 zwischen Vizemeister Borussia Dortmund und Double-Gewinner Bayern München bot den 81.360 Zuschauern am Sonntagabend beste Unterhaltung durch attraktiven Fußball.

Dass am Ende wieder einmal die Bayern glücklich mit 0:2 (0:0) die Nase vorn hatten, stieß den Schwarz-Gelben allerdings sauer auf, zumal sie über weite Strecken der Partie die engagiertere und bessere Mannschaft waren, aber dabei nicht so effektiv wie die Gäste agierten. BVB-Trainer Thomas machte im Vorfeld der Partie keinen Hehl daraus, dass ihm das Treffen mit den Bayern viel zu früh kam. 

„Unsere Vorbereitung ist nicht darauf ausgerichtet, im Supercup unsere allerbeste Leistung zu bringen, maximal fit und eingespielt zu sein“, erklärte der Fußball-Lehrer, der dennoch gespannt auf den Vergleich war. „Weil die Prüfung realistischen Aufschluss gibt, was schon sitzt, und in welchen Bereichen wir noch investieren müssen“, betonte Tuchel, der im Gegensatz zu Bayern-Coach Carlo Ancelotti in der Startformation auf die WM-Fahrer verzichtete. „Sie haben zwar noch eine gewisse Frische, aber wenig Grundlage und einen großen Rückstand auf die anderen“, begründete der Dortmunder Trainer seine Maßnahme, auch Mario Götze und Andre Schürrle beim Anpfiff nur auf der Bank zu lassen. 

Wohlwollen für Götze, Pfiffe gegen Hummels

Götze war übrigens einen Tag zuvor bei der offiziellen Saisoneröffnung des BVB im Signal Iduna Park von 30.000 Fans zwar nicht euphorisch, aber zumindest wohlwollend begrüßt worden. Pfiffe hallten dagegen dem vom BVB zu den Bayern zurückgekehrten Mats Hummels bei jedem Ballkontakt von der Südtribüne entgegen. 

Für beste Stimmung im Stadion sorgten im ersten Durchgang in erster Linie die Schwarz-Gelben, bei denen mit Marc Bartra, Ousmane Dembélé und Sebastian Rode drei Neuzugänge von Beginn an mitwirkten. Die Borussia agierte mit einer hohen Intensität, zeigte von Beginn an mehr Leidenschaft als die Münchner, die von Glück sprechen konnten, dass sie bis zur Pause nicht deutlich im Rückstand lagen. Shinji Kagawa (6.), Pierre-Emerick Aubameyang (7./11.), Dembélé (33.) und Adrian Ramos (35.) tauchten jeweils allein vor Münchens Schlussmann Manuel Neuer auf, brachten den Ball aber nicht im Tor unter. 

Auf der Gegenseite besaß der Rekordmeister bis zur Pause nur eine große Doppel-Chance durch Arturo Vidal, der zunächst nach einer Flanke von Javier Martinez an BVB-Torhüter Roman Bürki scheiterte, den Nachschuss anschließend hoch über den Kasten jagte (38.). Zu diesem Zeitpunkt hätte Franck Ribery gar nicht mehr auf dem Platz sein dürfen. Der Franzose schlug den jungen Dortmunder Felix Passlack ins Gesicht, sah dafür von Schiedsrichter Tobias Welz aber nur Gelb (27.). 

Handelfmeter verweigert

Welz verweigerte den Westfalen auch einen Handelfmeter (15.), als Xabi Alonso der Ball nach einer Flanke von Passlack an den Arm sprang. Die Bayern konnten sich auch nach dem Wechsel auf Neuer verlassen, der richtig gute Versuche durch Passlack (50.) und Dembélé (56.) reaktionsschnell entschärfte. Und auf ihre Effektivität. Denn die Münchner nutzten gleich ihre erste Chance im zweiten Durchgang zum 0:1 (58.). Nach einem langen Ball von Robert Lewandowski scheiterte Vidal zwar zunächst an Bürki, verwertete aber den Abpraller. Und als Thomas Müller die dritte Bayern-Chance zum 0:2 (79.) nutzte, war die Partie gelaufen. 

In der Schlussphase kam der aus Wolfsburg verpflichtete Schürrle zu seiner Premiere vor heimischem Publikum, konnte aber keine Akzente mehr setzen. Weil Tuchel neben Weigl auch noch Neuzugang Emre Mor in der Schlussphase einwechselte, wurde das Comeback von Götze verschoben. Vielleicht in zwei Wochen, wenn es in der Liga gegen Mainz 05 geht.

Quelle: wa.de

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