Ein sehr emotionaler Moment

Mats Hummels im Pokalfinale mit dem schwersten Spiel für den BVB

Dortmund - Sein 309. Pflichtspiel für den BV Borussia Dortmund ist definitiv das letzte im schwarz-gelben Trikot. Deshalb wird es auch für Mats Hummels am Samstag im Berliner Olympiastadion ein sehr emotionaler Moment sein, wenn er die Mannschaft des BVB vor dem DFB-Pokalendspiel zum letzten Mal als Kapitän auf das Feld führt – und das ausgerechnet gegen seinen alten und neuen Arbeitgeber FC Bayern München.

 „Das macht schon etwas sentimental, aber das gehört eben dazu. Es ist schade, aber gleichzeitig schön, weil es eben eine sehr schöne Zeit war“, sagte Hummels nach seinem finalen Auftritt gegen den 1. FC Köln im Signal Iduna Park. Immerhin hat er nach dieser Partie Frieden mit den meisten BVB-Fans geschlossen, die ihm vorher die Rückkehr in seine Heimat nach München nach achteinhalb erfolgreichen Jahren in Dortmund sehr übel genommen hatten.

Nicht zuletzt dank der Unterstützung von Hans-Joachim Watzke haben sich die Wogen inzwischen geglättet. Der Vorsitzende der Geschäftsführung wurde nicht müde dabei, immer wieder zu beteuern, dass sich Hummels stets sehr ehrlich und korrekt verhalten und deshalb eine faire Behandlung durch alle BVB-Freunde verdient habe. Immerhin wurde den Schwarz-Gelben der spektakuläre Transfer aus München mit 38 Millionen Euro versüßt.

Seit die Entscheidung pro Bayern gefallen war, wird in der Öffentlichkeit intensiv darüber diskutiert, ob Trainer Thomas Tuchel den Innenverteidiger im Finale gegen die Bayern überhaupt aufstellen darf. Ottmar Hitzfeld, ehemaliger Erfolgstrainer der Bayern und der Dortmunder, sprach von einer großen emotionalen Belastung für den Nationalspieler. Doch Hitzfeld zeigte sich überzeugt davon, dass Hummels unbedingt als Sieger vom Platz gehen will, um als Bayern-Bezwinger nach München zu kommen. „Hummels hat immer Top-Leistungen gezeigt und wird auch am Samstag zuverlässig seine Leistungen bringen, vielleicht sogar noch motivierter sein“, beteuerte Hitzfeld. Dieser Meinung ist auch Manuel Neuer, Hummels‘ Teamkamerad in der Nationalmannschaft und künftig auch bei den Bayern. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Mats während des Pokalfinals an Bayern München denkt. Er wird alles geben“, sagte der 30-Jährige.

Sogar Bayerns Vorstandchef Karl-Heinz Rummenigge schickte Ratschläge: „Ich kann ihm nur empfehlen, alles zu tun für den Klub, bei dem er bis 30. Juni unter Vertrag steht. Das ist seine Aufgabe, seine Verpflichtung. Das ist Teil des Fair Play im Fußball, er muss alles pro Borussia Dortmund tun.“

BVB-Trainer Thomas Tuchel beteiligte sich nicht an diesen Diskussionen. Für ihn ist es eine Selbstverständlichkeit, dass sich Hummels bis zur letzten Sekunde ganz in den Dienst der Borussia stellen wird. „Ich werde mir zu hundert Prozent den Arsch aufreißen und alles reinwerfen, was ich noch im Köcher habe“, versprach der scheidende Profi nach dem letzten Bundesligaspiel gegen den 1. FC Köln den BVB-Fans. Für den 27-Jährigen wäre es sicher noch einmal ein großer Moment, wenn er nach dem Finale in seiner letzten Amtshandlung als Kapitän den DFB-Pokal in den Berliner Abendhimmel stemmen dürfte. Denn dann könnte er sich am Sonntag beim Triumphzug über den Borsigplatz noch einmal direkt von den BVB-Fans verabschieden – und endgültig einen versöhnlichen Abschluss in Dortmund finden.

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © sampics

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