Luca Fischer aus Brüllingsen hat sein Idol Marco Reus getroffen

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Auf dem BVB-Trainigsgelände traf Luca seinen persönlichen Lieblingsstar Marco Reus.

Brüllingsen - Luca ist selig: Da haben sich jetzt zwei talentierte Linksaußen auf Augenhöhe getroffen. Schließlich schwört Marco Reus genauso auf Fischstäbchen wie der siebenjährige Luca aus Brüllingsen.

Dabei: Fisch mögen sie sonst beide nicht – Igitt! Was der Marco sonst so mag, erfuhr Luca Fischer auch gleich: Penne, also diese kurzen Nudeln. Und Pizza. Aber nur ab und zu: Mit Plauze über den Rasen, das ist ja nicht ganz so schick. Und dass der Marco vor dem Treffen in Dortmund im Stau steckte, das fand Luca auch nicht so schlimm: „Ich konnte mich erst mal umschauen eine Dreiviertelstunde. Ich habe die ganze Mannschaft beim Training gesehen und voll die fetten Karren, die die fahren...“. 

Für Luca steht fest: „Ich will später auch zum BVB.“ Dem Anzeiger erzählte er jetzt, wie er sein Idol traf und wie Marco ihm die Roboter-Hand drückte. Luca ist Linkshänder, und das ging nicht anders: Die rechte Hand fehlt seit der Geburt, ein Teil vom Unterarm auch. Luca kennt das nicht anders, seinen Freunden macht das nichts aus – mit den Beinen macht er die Tore, wenn er über den Rasen stürmt. „Und das klappt prima“, grinst Luca. Wo er spielt? „In Körbecke, bei der Sportvereinigung.“

Schwarz-gelbe Roboterhand

Wie er es geschafft hat, Marco Reus zu treffen, wo der BVB sowas nur ganz ausnahmsweise zulässt? Thomas Bernstein habe das eingestielt, sein Orthopädietechniker. Der habe die neue Roboterhand gebaut. Natürlich in schwarz-gelb, das sei Bedingung gewesen, erzählt Luca. Und weil der Thomas Kontakt zum BVB hatte, hat der Marco Reus von seinem glühenden Verehrer aus Möhnesee erfahren. „Klar treffen wir uns“, hat er ausrichten lassen. Fischers waren alle ganz aus dem Häuschen und sind am Montag nach Dortmund gepilgert. Erst durfte sich Luca umschauen, dann kam er in den Presse-Container – da, wo „Kloppo“ bis vor Kurzem noch seine Faxen gemacht hat.

nn hat er sich die Autos angeschaut, den knallroten Ferrari vom Aubameyang etwa. Und dann, nach einer Dreiviertelstunde, kam auch Marco angedüst. Das darf er ja jetzt, wo er seinen Führerschein hat. „Voll der fette Audi“, sagt Luca.

„Hi, ich bin der Marco“, hat der BVB-Profi sich vorgestellt, ist in die Hocke gegangen, und dann haben beide erst mal gefachsimpelt. Luca habe ihm seine Unterarmprothese gezeigt, und was er damit alles machen kann, wie er sich konzentrieren muss auf seine Muskeln, damit er die Finger steuern kann. Marco habe gestaunt – und sich über das schwarz-gelbe Design gefreut. Dann hat er sich einen Filzstift geschnappt und erst mal sein Autogramm auf die Prothese gemalt. Zwei Häkchen drüber – das ist die Elf, seine Spielernummer, und die trägt Luca jetzt auch ganz stolz auf dem Trikot, was er vom Marco Reus geschenkt bekam. Natürlich auch mit Autrogramm drauf.

Und dann haben sie wieder geredet und gealbert. Und ein Geheimnis hat Marco Reus verraten: Spinat, den isst er am liebsten. Mit Kartoffelpüree. Seine Mutter macht das am besten, und er schwört drauf. Nach zwanzig Minuten war das Treffen dann vorbei: Luca fielen keine Fragen mehr ein, und Marco musste auch wieder heim.

Schließlich ist er gerade krank geschrieben. Für seine Jungs auf dem Rasen hatte er deshalb auch keine Zeit: „Marco ist nur für dieses Treffen ins Stadion gekommen, das finde ich so cool, dass er Zeit für mich hatte“, schwärmt Luca. Mama Stefanie, selber BVB-Fan, und Papa Christian, Werder-Fan mit Dauerkarte für Dortmund, ebenso: „Klasse: Danke!“

Quelle: wa.de

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