Adäquater Hummels-Ersatz gesucht

Kaderplanung geht beim BVB in die entscheidende Phase

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Vordringlichste Aufgabe bei der Kaderplanung des BVB ist es, einen geeigneten Nachfolger für den zum FC Bayern zurückkehrenden Mats Hummels zu finden.

Berlin - Während die Spieler des BV Borussia Dortmund, sofern sie sich nicht ab Dienstag mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auf die Europameisterschaft in Frankreich vorbereiten, nach der erneuten Pokal-Finalpleite erst einmal in den Urlaub fahren, geht für Trainer Thomas Tuchel und Sportdirektor Michael Zorc die Planung für die kommende Saison in die entscheidende Phase.

Vordringlichste Aufgabe ist es, einen geeigneten Nachfolger für den zum FC Bayern zurückkehrenden Mats Hummels zu finden. Angesichts der aus München fließenden Ablösesumme für den Kapitän in Höhe von 38 Millionen Euro sicherlich keine unlösbare Aufgabe. 

Mehrere Optionen für die Hummels-Nachfolge

Über mögliche Lösungen wird in Dortmund seit Wochen diskutiert. Dabei werden immer wieder Abwehrspieler wie Niklas Süle (TSG Hoffenheim), Aleksandar Dragovic (Dynamo Kiew), Ömer Toprak (Bayer Leverkusen), Skhodran Mustafi (FC Valencia) und zuletzt sogar Antonio Rüdiger (AS Rom) gehandelt, was durch die BVB-Verantwortlichen weder bestätigt noch dementiert wird.

Subotic angeblich auf Klopps Wunschzettel

 „Wir kommentieren grundsätzliche keine Namen in der Öffentlichkeit“, wiederholt Sportdirektor Zorc fast schon gebetsmühlenartig. Schließlich könnte die Borussia die Lücke aus den eigenen Reihen durch Mattias Ginter oder Sven Bender schließen. Zudem steht ja auch noch Neven Subotic unter Vertrag, doch dieser soll angeblich von seinem ehemaligen Trainer Jürgen Klopp Richtung Liverpool gelockt werden. 

Weitere Veränderungen wahrscheinlich

Vermutlich wird es weitere Veränderungen im Kader geben. Kandidaten, denen ein Wechsel nahegelegt wird, sind vor allem Joo-Ho Park und Moritz Leitner. Fraglich ist auch, was mit dem polnischen Nationalspieler Jakub Blaszczykowski passiert. Der 30-Jährige, der beim BVB noch einen Vertrag bis 2017 besitzt, war an den AC Florenz nur ausgeliehen, bestritt in der Serie A auf Grund von Verletzungen aber lediglich 15 Spiele, erzielte dabei nur zwei Tore. Kaum anzunehmen, dass die Fiorentina die Option auf einen Kauf ziehen werden. 

Bei Gündogan stehen die Zeichen auf Abschied

„Spieler kommen und gehen“, sagt Hans-Joachim Watzke, der Vorsitzende der Geschäftsführung, der aber kein festes Zeitfenster für den Abschluss der Planungen gesetzt hat. „Idealerweise steht der komplette Kader zum Trainingsauftakt zur Verfügung“, erklärt Watzke, wohl in dem Wissen, dass das in einem EM-Jahr nicht funktionieren wird. Watzke rechnet damit, dass sich in den nächsten Tagen sowohl Ilkay Gündogan als auch Henrihk Mkhitaryan endlich entscheiden werden, wie ihre Zukunft aussehen wird. Trotz der Knieoperation und der langen Pause dürfte Gündogan Pep Guardiola zu Manchester City folgen. Im Fall Mkhitaryan glaubt Watzke weiter an eine Vertragsverlängerung des Armeniers. 

Voraussichtlich am 4. oder 5. Juli starten die Borussen in die Vorbereitung. Nach der Chinareise Mitte Juli, in deren Rahmen der BVB auf die beiden Manchester-Clubs United und City treffen wird, geht es wieder ins Trainingslager nach Bad Ragaz (vermutlich 3. bis 10. August) in die Schweiz. 

Aktuell zwei Neuzugänge

Mit Mikel Merino vom spanischen Zweitligisten FC Osasuna und Ousmane Dembélé vom französischen Erstligisten Stade Rennes stehen zwei Neuzugänge bereits fest. Der 19-jährige Junioren-Europameister Merino, für den der BVB 3,75 Millionen zahlte, kann im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden, der 18-jährige Dembélé (15 Millionen) ist auf verschiedenen Offensivpositionen verwendbar. 

Vorfreude am Dembélé

Vor allem auf den Franzosen freut sich Trainer Tuchel. „Er ist ein ganz außergewöhnlicher junger Spieler, ein talentierter Dribbler, beidfüßig, sehr torgefährlich, er strahlt viel Kreativität und Neugier aus in seinem Spiel“, schwärmt der Coach von den Qualitäten Dembélés. Der Franzose selbst wollte trotz anderer guter Angebote von europäischen Spitzenvereinen unbedingt nach Dortmund: „Der Club ist ein guter Ort für junge Spieler, das hat die Vergangenheit gezeigt. Mir war vom ersten Moment an klar, dass ich dort hin muss.“ Weitere Neuzugänge wird der Vizemeister in den kommenden Wochen präsentieren. „Natürlich sprechen wir auch mit dem einen oder anderen interessanten Spieler“, erklärt Tuchel. Doch was Namen angeht, schweigt auch der Trainer.

Quelle: wa.de

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