Erfolgreiche Rotation

Die jungen Wilden machen's möglich: BVB hält den Takt hoch

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Der BVB um Christian Pulisic und Ousmane Dembele fertigte Darmstadt 98 ab.

Dortmund - Der BVB demonstriert gegen Darmstadt eindrucksvoll seine Klasse und beweist, dass der Kader auch qualitativ breit genug aufgestellt ist. Tuchel lobt besonders die Jungen.

Auf die Frage, warum die Heimpremiere von Mario Götze nach seiner Rückkehr aus München erneut verschoben wurde, war Thomas Tuchel nach dem 6:0 (1:0) über den SV Darmstadt 98 diesmal bestens vorbereitet. „Das hatte einen ganz klaren Grund“, erklärte der BVB-Trainer. Es war schlicht und einfach die Rücksichtnahme auf die hohe Intensität, die Götze nach seiner Verletzung mit zwei langen Länderspielen und zwei Auftritten in der Dortmunder Startformation gegangen sei. Deshalb war laut Tuchel Vorsicht angesagt. Der Fußball-Lehrer hatte eigentlich Götzes Einwechselung in der Schlussphase geplant, um das leidige Thema endgültig zu beenden. Das war am Ende nicht mehr möglich, weil Außenverteidiger Marcel Schmelzer leicht angeschlagen war.

Drei Tage nach dem überzeugenden 6:0-Erfolg zum Auftakt der Champions League in Warschau zerlegten die Schwarz-Gelben vor ausverkauftem Haus (81360 Zuschauer) auch den Vorjahresneuling aus Hessen. Und das, obwohl mit Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang, der geschont wurde, sowie den verletzten Andre Schürrle und Marco Reus die komplette erste Offensivgarde fehlte.

Durch Treffer des überragenden Gonzalo Castro (7. und 78.), Adrian Ramos (48.) und Christian Pulisic (54.) sowie den ersten Toren von Sebastian Rode (84.) und Emre Mor (86.) im BVB-Trikot münzten die Westfalen ihre erdrückende Dominanz auch im Ergebnis um.

Guerreiro und Dembele überzeugen

Da geriet selbst Darmstadts Trainer Norbert Meier ins Schwärmen: „Wenn man das Spiel als neutraler Beobachter – das war ich natürlich nicht – geschaut hat, dann konnte man sich an den spieltechnischen Fähigkeiten, an der Schnelligkeit von Borussia Dortmund erfreuen. Der waren wir heute in keiner Phase des Spiels gewachsen.“

Tatsächlich waren es vor allem die jungen Spieler, die risikofreudig agierten und das Tempo hochhielten. Dabei wurden sie von Castro geführt. Bei 75 Prozent Ballbesitz für den BVB liefen die Darmstädter nur hinterher, konnten dem präzisen und schnellen Passspiel des Vizemeisters in keiner Phase folgen. Dabei überzeugten vor allem Raphael Guerreiro, der diesmal im Mittelfeld spielte, und Ousmane Dembele auf der linken Seite.

BVB feiert Schützenfest gegen Darmstadt

Und rechts wirbelte einen Tag vor seinem 18. Geburtstag der Amerikaner Pulisic. „Es hat schon Spaß gemacht, den kleinen Jungs da vorne zuzuschauen“, flachste Matthias Ginter, der diesmal in der Innenverteidigung für Marc Bartra agieren durfte. „Der Grund für den hohen Sieg war, dass wir den Druck über die gesamte Spielzeit sehr hoch gehalten haben. Das war auch die Vorgabe des Trainers. Wir sollten uns nicht einlullen lassen, so wie in Leipzig“, meinte Doppel-Torschütze Castro, der seinen zweiten Treffer - wie später auch Rode - mit der Hacke erzielte.

Tuchel: "Dafür haben wir sie geholt"

In Dortmund wächst auf jeden Fall etwas zusammen. Und im Gegensatz zur Vorsaison können die Schwarz-Gelben angesichts der breiteren Qualität im Kader auch bei der enormen Belastung durch sieben Spiele in nur 20 Tagen besser rotieren. Dabei drängen sich die jungen Talente, die der BVB verpflichtet hat, mit ihrem Mut und der Lockerheit in den Vordergrund.

„Auf den Positionen, auf denen sie im Moment bei uns spielen sollen und dürfen, ist das ein Merkmal, das sie versprühen müssen. Dafür haben wir sie geholt“, beteuerte Tuchel. „Sie sollen Geschwindigkeit auf den Platz bringen, den Mut zeigen, über die Außen zu kommen und nach innen zu gehen, um dort Überzahlsituationen zu schaffen und ins Dribbling zu gehen. Das liegt in ihrem Naturell. Auf diesen Positionen haben sie derzeit für uns den größten Wert. Die anderen Spieler bereiten ihnen eine Top-Grundlage, um so frei spielen zu können.“

Zufriedenheit wollte der Trainer allerdings nicht aufkommen lassen: „Wir sind gut beraten, den Takt hochzuhalten, unsere Ansprüche hochzudrücken und am Dienstag in Wolfsburg daran anzuknüpfen. Anders geht es nicht.“

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Quelle: wa.de

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