Eintracht gelingt Coup im Abstiegskampf - Sieg gegen Dortmund

Frankfurt/Main - Eintracht Frankfurt hat im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga sogar Vizemeister Borussia Dortmund geschlagen und steht nach dem dritten Sieg in Serie dicht vor dem Klassenerhalt. Mit nun 36 Punkten kletterten die Hessen nach dem 1:0 (1:0) am Samstag auf den 15. Tabellenplatz, am letzten Spieltag in Bremen reicht der Eintracht nun sogar schon ein Punkt zur vor Wochen kaum möglich gehaltenen Rettung.

Vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Commerzbank-Arena erzielte Stefan Aigner in der 14. Minute den Siegtreffer für Frankfurt. Aigner hatte schon vor einer Woche im Derby bei Darmstadt 98 den entscheidenden Treffer erzielt.

Die Frankfurter zeigten 75 Minuten lang eine beeindruckende Abwehrschlacht und wurden dafür am Ende belohnt. Nur ganz am Anfang hatten die Gastgeber wenig Respekt vor dem Tabellenzweiten offenbart. Zwar hatte Eintracht-Coach Niko Kovac seine Elf im Vergleich zum Spiel in Darmstadt etwas defensiver aufgestellt und in Änis Ben-Hatira, Luc Castaignos und Szabolcs Huszti nur drei offensive Spieler auf dem Feld. Dennoch spielten die Hessen zunächst mutig nach vorne.

Eintracht schlägt BVB 1:0

Schon in der neunten Minute hatte Castaignos, der für den gesperrten Haris Seferovic in die Startformation gerückt war, die erste Chance für die Eintracht. Der Niederländer scheiterte aber an BVB-Torwart Roman Bürki. Fünf Minuten später gingen die Frankfurter aber doch in Führung. Nach einer Flanke von Makoto Hasebe köpfte Aigner unhaltbar für Bürki ein.

Aubameyang nicht bei der Sache

Danach zog sich Frankfurt weit zurück und überließ der Borussia das Spiel. Das Geschehen spielte sich nun fast ausschließlich in der Frankfurter Hälfte ab. Doch den Aktionen des BVB fehlte es bei sommerlichen Temperaturen an der nötigen Entschlossenheit. Vor allem Pierre-Emerick Aubameyang schien nicht 100 Prozent bei der Sache zu sein, obwohl sich der Stürmer ja immer noch ein Fernduell um die Torjägerkanone mit Bayern-Stürmer Robert Lewandowski liefert.

In der 16. Minute verstolperte der Gabuner in aussichtsreicher Position, acht Minuten später schoss er nach Zuspiel von Marco Reus über das Eintracht-Tor. Ansonsten fiel den Dortmundern aber nicht viel ein, weil die Fünferabwehrkette der Frankfurter sicher stand. Wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff hatten die Frankfurter aber Glück, dass ein Kopfballtreffer von Mats Hummels wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht anerkannt wurde. Schiedsrichter Daniel Siebert lag in dieser Situation mit seinem Gespann daneben.

Auch nach dem Seitenwechsel vertraute die Eintracht weiter auf ihr Abwehrbollwerk. Angetrieben vor den lautstarken Anhängern verteidigten die Frankfurter mit zehn Mann, machten dies aber so geschickt, dass die Dortmunder zu keinen nennenswerten Chancen kamen. Reus, Henrikh Mkhitaryan und Co. liefen sich immer wieder in der Abwehr der Gastgeber fest.

Die beste Gelegenheit auf den Ausgleich vergab Mkhitaryan, dessen Schuss acht Minuten vor dem Ende von David Abraham abgeblockt wurde. Zwar schaffte die Eintracht selbst kaum noch Entlastung, dennoch rettete sie den so wichtigen Dreier verdient über die Zeit. - dpa

Quelle: wa.de

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