BVB-Kritik an EM-Nominierung lässt Bundestrainer "kalt"

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Hans-Joachim Watzke

Dortmund - Die EM-Nominierung des Bundestrainers Joachim Löw hatte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke stark kritisiert. Den Bundestrainer aber lässt das völlig kalt.

"Das ich mich gefreut hätte, wenn der ein oder andere noch mehr dabei gewesen wäre, da mache ich keine Hehl raus. Aber man muss das auch positiv sehen. Es muss dem deutschen Fußball sehr gut gehen, wenn man vom Team, das 78 Punkte geholt hat, nur drei Spieler mitnimmt", hatte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nach der EM-Nominierung den Bundestrainer Joachim Löw kritisiert. Doch der 56-Jährige DFB-Coach reagierte gelassen. "Das lässt mich eigentlich völlig kalt. Aus allen Teilen verteidigen natürlich die Sportlichen Leiter ihre Spieler, das ist ja auch normal", so Löw. Das kenne er bereits seit vielen Jahren und sehe die Kritik deshalb "relativ emotionslos".

Mit ins vorläufige 27-Mann-Aufgebot hatte Löw die Dortmunder Mats Hummels, Marco Reus und den jungen Julian Weigl berufen. Damit verzichtet der Bundestrainer in seiner Nominierung auf sechs weitere amtierende Weltmeister: Drei davon, Roman Weidenfeller, Erik Durm, Matthias Ginter, stammen aus den Reihen des BVB.

Vor rund sieben Wochen hatte Watzke den Bundestrainer bereits wegen einer anderen Personalie kritisiert. Damals ging es um Marcel Schmelzer und darum, dass er bei den Länderspielen gegen England und Italien nicht berücksichtigt wurde. "Es gibt nicht einen Grund, der gegen Schmelzer als Nationalspieler spricht. Zumal er in dieser Saison unfassbar konstant starke Leistungen zeigt. Es stößt ja längst nicht nur bei mir auf Unverständnis, dass man an ihm komplett vorbeigeht", hatte Watzke im damaligen Interview mit der Welt am Sonntag beklagt. 

Am Dienstag geht es für die Deutschen jetzt erst mal ins Trainingslager in die Schweiz. Am 31. Mai spätestens muss Löw die endgültige Nominierung des 23-köpfigen Kaders an die UEFA melden.

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Quelle: wa.de

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