Nach starken Leistungen

Wegen Schürrle bleiben Härtefälle nicht aus

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André Schürrle blüht unter Thomas Tuchel wieder auf.

Dortmund - Andre Schürrle hat schon jetzt bei Borussia Dortmund überzeugt. Behält sein Trainer Thomas Tuchel Recht, war das aber erst der Anfang.

Es darf schon fast als eine Drohung an die Konkurrenz verstanden werden, was Thomas Tuchel da nach dem 2:1-Sieg gegen Mainz 05 über einen seiner Neuen sagte. Wie viel er von dem André Schürrle gesehen hätte, den er perspektivisch beim BVB erwartet, wurde der Trainer von Borussia Dortmund gefragt. "Da ist noch viel Luft nach oben", sagte der Coach.

Schürrle sei zwar spät, "aber in einem sehr guten körperlichen Zustand gekommen", so Tuchel. "Deshalb kann er auch in der Hitze schon durchspielen, was sehr wichtig für uns ist." Zuvor war Schürrle im Glutofen Signal Iduna Park zehn Kilometer gelaufen, hatte 81 Prozent seiner Pässe an seine Mitspieler gebracht und beide Treffer vorbereitet.

Das sind die teuersten Neuzugänge in der BVB-Geschichte

Der Nationalspieler ist eine der positiven Überraschungen beim BVB. Nach einer starken Vorbereitung - er traf unter anderem doppelt gegen Sandhausen - schaffte er auch einen gelungenen Pflichtspiel-Auftakt. Im Pokal gegen Trier erzielte er das 3:0. Mit den Torbeteiligungen gegen Mainz glückte ihm auch der Liga-Einstand in Schwarz-Gelb. Und trotzte damit all seinen Kritikern.

Schürrle profitiert von körperlicher Fitness

Schürrles wohl größter Vorteil gegenüber den anderen Offensiv-Assen des BVB ist die körperliche Fitness. Mario Götze verpasste die ersten drei Pflichtspiele (Supercup, DFB-Pokal, Bundesliga-Auftakt) und plagte sich mit Oberschenkelproblemen herum. Marco Reus fehlt seit Mai und musste sein für Mitte August geplantes Comeback verschieben.

Bilder der Partie des BVB gegen den FSV Mainz 05

Tuchels Zögling aus gemeinsamen Mainzer Zeiten hingegen präsentiert sich in guter Form. Seine Verpflichtung wurde mehr als kritisch beäugt, nicht zuletzt wegen der Ablöse von 30 Millionen Euro, die Borussia Dortmund gezahlt haben soll . Beim FC Chelsea saß der Flügelstürmer auf der Bank, in Wolfsburg überzeugte er nur phasenweise in der Rückrunde.

Doch unter Tuchel, so scheint es, blüht der Weltmeister von 2014 wieder auf. "Wenn Sie schauen, wie sehr er sich über den verwandelten Elfmeter von Auba freut, können Sie erahnen, wie gerne er für den BVB spielt, wie sehr er sich das gewünscht hat und wie unbedingt er das will", lobte der Fußball-Lehrer den Vorbereiter. Es sei ein guter Start für ihn, "aber es geht weiter".

Doch wie geht es weiter, wenn Marco Reus und Mario Götze in den Dortmunder Kader zurückkehren? Schürrle wird in dieser Form wohl nicht um seinen Platz zittern müssen. Klar ist aber auch, dass Tuchel im 4-2-3-1-System dann fünf Spieler zur Verfügung hat, die sich um die drei Planstellen in der offensiven Dreierreihe bemühen. 

Tuchels Plan mit Dembélé

Spätestens dann wird es Härtefälle geben, auch wenn Tuchel dieses Wort bezüglich anderer Personalien nicht verwenden will. Schürrle, Götze und Reus zusammen auf dem Rasen, davor Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang. Das klingt nach Spektakel pur, aber eben auch nach Härtefällen. In dieser Konstellation träfe es Shinji Kagawa und Ousmane Dembélé. Dass Tuchel den schnellen und vor allem trickreichen Franzosen ohne Not auf die Bank setzt, ist unwahrscheinlich. 

"Wir wollen ihn seine Stärke im Eins-gegen-Eins ausleben lassen. Wir wollen seine Dribblings veredeln und noch torgefährlicher werden lassen, als sie es eh schon sind", erläutert der BVB-Coach seinen Plan mit Dembélé.

So oder so: Tuchel wird an Härtefällen nicht vorbeikommen.

Quelle: wa.de

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