UEFA Champions League

Dortmund zittert den Sieg über die Zeit

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Pierre-Emerick Aubameyang traf in Lissabon zum 1:0 für den BVB.

Lissabon - Der BV Borussia Dortmund hat rechtzeitig seine kleine Flaute überwunden und zumindest in der Champions League wieder Fahrt aufgenommen.

Nach drei sieglosen Spielen feierten die Schwarz-Gelben am Dienstagabend einen am Ende etwas glücklichen 2:1 (2:0)-Erfolg beim portugiesischen Liga-Zweiten Sporting Lissabon und schufen sich damit eine glänzende Ausgangsposition, um mit einem weiteren Sieg im Rückspiel am 2. November schon frühzeitig in der Gruppe F die Weichen auf Achtelfinaleinzug zu stellen. 

Es war in der ersten Hälfte ein bemerkenswerter Auftritt, den die Dortmunder im Estadio José Alvalade zeigten. Dabei stellte Trainer Thomas Tuchel die Abwehr-Viererkette gegenüber dem 1:1 in der Bundesliga gleich auf allen vier Position um. Sokratis und Marc Bartra rückten wieder in die Innenverteidigung. Matthias Ginter spielte rechts. Und auf der linken Defensivseite des BVB feierte Felix Passlack sein Debüt in der Champions League. Bis auf zwei Ausnahmen stand die Deckung der Borussia im ersten Durchgang sicher. Und vorn spielten die Schwarz-Gelben einmal mehr ihre Offensivqualitäten aus. 

Sporting Lissabon - Borussia Dortmund 1:2

Wie in der neunten Minute, als Pierre-Emerick Aubameyang nach einem Konter auf der rechten Seite seinem Gegenspieler Ruben Semedo auf und davon lief, den beim Herauslaufen etwas zögerlichen portugiesischen Europameister Rui Patricio im Tor von Sporting zum 0:1 überwand. Die Gastgeber waren sichtlich geschockt, benötigten einige Zeit, um sich von diesem frühen Rückschlag zu erholen. Was die Westfalen allerdings nicht ausnutzten. Aubameyang scheiterte nach einer Linksflanke von Passlack per Kopfball an Patricio, stand dabei aber wohl knapp im Abseits, was der slowenische Schiedsrichter Skomina allerdings nicht ahndete. Erst in der 31. Minute kam Sporting zu ersten Möglichkeit, doch rettete BVB-Schlussmann Roman Bürki in letzter Sekunde gegen den freistehenden Elias. Nachdem Aubameyang wenig später nach Vorarbeit von Ginter erneut in Patricio seinen Meister fand, hatten die Dortmunder eine weitere Schrecksekunde zu überstehen. Die Lissaboner Fans hatten den Torschrei bereits auf den Lippen, nachdem Sebastian Coates aus zwölf Metern ins Netz getroffen hatte. Doch Skomina hatte ein Foul von Bas Dost an Bürki gesehen. Nicht viele Unparteiische hätten in dieser Situation gepfiffen. 

Während die Sporting-Fans noch lautstark protestierten, schlugen die Schwarz-Gelben zum zweiten Mal zu. Ausgerechnet Julian Weigl, der zuvor in gut 100 Profi-Spielen für 1860 München und Borussia Dortmund noch nie ein Tor geschossen hatte, zog aus 18 Metern ab und traf zum 0:2 (40.) ins untere linke Eck. Verständlich, dass der Nationalspieler beim anschließenden Jubel kaum zu bremsen war und sich ausgiebig feiern ließ. Schließlich ging der Bundesligist mit einem komfortablen Vorsprung in die Pause. Lissabon versuchte, nach dem Seitenwechsel den Druck zu erhöhen, doch klare Torchancen blieben zunächst Mangelware. Brenzlig wurde es aber ab der 64. Minute, als Bartra den Ball aus kurzer Distanz zurück in die Arme von Schlussmann Bürki spielte und der Schweizer den Ball auch aufnahm. Obwohl alle Dortmunder Spieler bei dem Freistoß alle auf der Torlinie standen, fand der zuvor eingewechselte Bruno César eine Lücke und traf zum 1:2. 

Das Estadio José Alvalade kochte, Sporting war wieder im Spiel. Fast wäre Dost wenig später sogar der Ausgleich gelungen, doch der Niederländer köpfte nach einer Flanke von Joel Campbell freistehend am Tor vorbei. Die Borussen wankten in der Schlussphase bedenklich. Tuchel reagierte und brachte mit Lukasz Piszczek für Bartra und Sebastian Rode für Ginter frische Defensivkräfte. Nur mit einer Portion Glück brachten die Borussen, die noch einige bedrohliche Situationen überstehen mussten, das knappe Ergebnis über die Zeit.

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Quelle: wa.de

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