UEFA Champions League

BVB mit breiter Brust gegen Ronaldo und Co.

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Roman Bürki war in den letzten Wochen ein sicherer Rückhalt für Borussia Dortmund.

Dortmund - Von möglichen Personalien beim großen Gegner wollte sich BVB-Trainer Thomas Tuchel nicht beirren lassen. Vielmehr rückte der Fußball-Lehrer vor dem Spiel in der Champions League gegen Real Madrid (Dienstag, 20.45 Uhr) seine eigene Mannschaft in den Mittelpunkt.

 Nach dem 3:1-Sieg gegen den SC Freiburg in der Bundesliga wartet nun mit den „Königlichen“ ein ganz anderes Kaliber auf die formstarken Dortmunder. „Real ist der größte Gegner im Weltfußball, „aber wir trauen uns zu, da zu bestehen“, so Tuchel. 

Die Namen der Spieler, mit denen der Titelverteidiger aus der spanischen Hauptstadt anreist, sind überaus klangvoll: Angefangen bei der vielleicht weltbesten Offensivreihe mit Cristiano Ronaldo, Karim Benzema und Gareth Bale über Mittelfeld-Stratege Toni Kroos bis hin zu Abwehr-Ass Sergio Ramos – das Team von Trainer Zinedine Zidane verfügt in allen Mannschaftsteilen über Weltklasse. Dass Mittelfeldspieler Casemiro im Signal Iduna Park womöglich nicht dabei sein kann, interessierte Tuchel nicht allzu sehr: „Sollte es so sein, fehlt bei Real ein laufstarker Spieler vor der Abwehr. Er hat einen großen Wert für die Mannschaft“, so Tuchel, „aber es gab ja schon öfter mal Wunderheilungen.“ 

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Auch auf das vermeintliche Formtief von Ronaldo ging er nicht näher ein: „Cristiano ist einer der besten Fußballer der Welt, ein unglaublicher Gewinner. Wir stellen uns auf das beste Real ein, das es gibt.“ Dem besten Real, das in der Liga zuletzt aber schwächelte, kann Tuchelwieder die zuvor angeschlagenen Marc Bartra (Zerrung im Adduktorenbereich), André Schürrle (Innenbanddehnung im Knie) und Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang, der sich gegen Freiburg eine schmerzhafte Fußprellung zugezogen hatte, entgegensetzen. „Klares Ja. Jeder, der heute morgen trainiert hat, kann spielen“,sagte Tuchel am Montag. Vor allem für Bartra, der seit Jugendtagen für den FC Barcelona spielte, bevor er in diesem Sommer nach Dortmund wechselte, hätte die Partie einen ganz besonderen Reiz. „Wir brauchen einen strukturierten und mutigen Ballbesitz“, forderte Tuchel vor seiner Champions-League-Heimpremiere. 

Seine Mannschaft müsse gut vorbereitet sein, „um eine konzentrierte und ruhige Zufuhr in die erste Reihe von Real zu unterbinden.“ Oder anders: Real ist nur im Kollektiv beizukommen. Und mit Courage: „Wir brauchen den gleichen Mut wie in einem Bundesliga-Spiel und den gleichen Mut wie in Warschau“, sagte der Trainer mit Blick zurück auf den 6:0-Auftakterfolg in Polen. Auch Torwart Roman Bürki, in den vergangenen Wochen ein sicherer Rückhalt der Dortmunder, zog den Vergleich zum Liga-Alltag – wenn auch auf personeller Ebene. „Der Respekt ist immer der gleiche, egal wer vor mir steht“, sagte der 25-jährige Schlussmann zu Reals Offensiv-Trio Ronaldo, Bale und Benzema. 

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Der deutliche Erfolg im ersten Gruppenspiel gegen Legia Warschau hatte beim BVB den Startschuss für die zuletzt erfolgreichen Spiele gegeben, entsprechend selbstbewusst wollen sich die Borussen heute präsentieren. „Wir haben viele Tore geschossen und viele Chancen kreiert, in der Defensive wenig zugelassen und kaum Gegentore kassiert“, so Bürki. „Wir können mit breiter Brust auftreten. Das wird auch gegen Madrid so sein. 

Die bisherige Heimbilanz gegen die „Königlichen“ dürfte das Selbstvertrauen des BVB zusätzlich stärken. Noch nie hat Real beim BVB gewonnen, die letzten drei Partien gingen sogar allesamt verloren. Darüber sei in der Kabine bislang allerdings nicht gesprochen worden, meinte Bürki: „Wir reden nur über das bevorstehende Spiel. Vielleicht ist es auch besser, wenn wir erst danach über die vergangenen Spiele sprechen.“ Für ihn persönlich sei es jedenfalls „ein Traum, der in Erfüllung geht, gegen Real Madrid zu spielen“. Noch schöner wird er, wenn die Dortmunder die Punkte zuhause behalten.

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Quelle: wa.de

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