Kantersieg gegen Darmstadt

Dortmund lässt die nächste Gala folgen

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Adrian Ramos bejubelt mit seinen Kollegen das zwischenzeitliche 2:0 von Borussia Dortmund gegen Darmstadt 98.

Dortmund - Borussia Dortmund lässt gegen Darmstadt 98 nichts anbrennen und verpasst sogar eine höhere Ausbeute. Die "Lilien" beenden die Partie zu zehnt. Mario Götze schaut nur zu.

Schützenfest in der Champions League, Gala in der Bundesliga - das neuformierte Team von Borussia Dortmund kommt nach einem holprigen Saisonstart immer besser in Fahrt. Mit einem 6:0 (1:0) über den SV Darmstadt 98 betrieb die Mannschaft von Fußball-Lehrer Thomas Tuchel weitere Wiedergutmachung für das 0:1 am vorigen Wochenende in Leipzig. "Wir haben unsere Leistung in Warschau unter der Woche bestätigen können. Wir wollten die Schlagzahl hochhalten, den Takt im Spiel vorgeben. Das ist uns gelungen, auch indem wir diese gewisse Grundaggressivität und Gier ins letzte Drittel zu kommen, ausgestrahlt haben", lobte Tuchel.

Auch ohne diverse geschonte Stars spielte der BVB ähnlich furios auf wie drei Tage zuvor beim 6:0-Kantersieg in Warschau. Vor 81 360 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park sorgten Gonzalo Castro (4./75.), Adrian Ramos (48.), Christian Pulisic (54.), Sebastian Rode (84.) und Emre Mor (88.) für den verdienten Sieg.

Dagegen konnten die Gäste ihren Achtungserfolg aus der vorigen Saison in Dortmund (2:2) nicht wiederholen. Sie verloren nicht nur die Punkte, sondern auch Peter Niemeyer, der in der 57. wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah.

Tuchel rotiert

Angesichts der auch in den kommenden Wochen anhaltenden Terminhatz setzte BVB-Coach auf Rotation. Im Vergleich zur Partie in Warschau standen vier neue Profis in der Startelf. So mussten selbst solch namhafte Profis wie Mario Götze und Pierre-Emerick Aubameyang mit einem Platz auf der Bank vorlieb nehmen. Beim Gast fehlten die angeschlagenen Jan Rosenthal, Jerome Gondorf und der kurzfristig ausgefallene Aytac Sulu.

BVB feiert Schützenfest gegen Darmstadt

Die Taktik von Darmstadt-Trainer Norbert Meier, der Offensivkraft der Borussia mit einer Fünfer-Abwehrkette zu begegnen, machte sich nicht bezahlt. Gleich die erste Möglichkeit nutzte der BVB zur Führung. Nach Zuspiel von Ousmane Dembélé war Castro aus sieben Metern zur Stelle.

(Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Dieser frühe Treffer verlieh den Dortmundern zusätzliche Sicherheit. Mit schnellem Kombinationsspiel und konsequentem Pressing brachten sie das Darmstädter Bollwerk auch in den folgenden Minuten gehörig ins Wanken. So verpasste Adrian Ramos (9./28.) bei zwei von Torhüter Michael Esser parierten Kopfbällen das mögliche 2:0.

BVB schlägt zu wenig Kapital aus Überlegenheit

Doch aus ihrer drückenden Überlegenheit mit 75 Prozent Ballbesitz und 9:0-Torschüssen in der ersten Halbzeit schlugen die Borussen insgesamt zu wenig Kapital. Gleichwohl geriet ihre Führung nie in Gefahr, weil die Darmstädter ihr Angriffsspiel gänzlich vernachlässigten und sich bis zur Pause keine einzige Torchance erspielten.

Auch nach Wiederanpfiff blieb die Partie einseitig. Und wieder schlug der BVB früh zu. Den Fernschuss des erneut starken Neuzugangs Guerreiro, den Gäste-Keeper Esser nur abklatschen konnte, veredelte Aubameyang-Ersatz Ramos zum 2:0. Nur sechs Minuten später beseitigte US-Nationalspieler Pulisic mit einem Flachschuss aus kurzer Distanz die letzten Zweifel am Dortmunder Erfolg. Der schönste Treffer des Tages gelang Castro, der eine Flanke von Pulisic mit der Hacke ins Netz beförderte. Es passte ins Bild einer famosen Borussia, dass dem eingewechselten Rode wenig später ein ähnliches Tor gelang. Den Schlusspunkt setzte Mor mit seinem ersten Bundesligatreffer.

Zur Freude von Tuchel wird es in den kommenden Wochen vor allem in der Offensive einen harten Konkurrenzkampf um die Stammplätze geben. Dass Mario Götze erneut nicht zum Einsatz im eigenen Stadion kam, begründete der Fußball-Lehrer mit der hohen Belastung des Weltmeisters in den vergangenen Tagen: "Es war angesagt, Vorsicht walten zu lassen. Eigentlich wollten wir ihn einwechseln, um das Thema Heimspiel und Mario Götze zu einem guten Ende zu bringen und ihm diese Bühne zu gönnen." Doch weil sich Außenverteidiger Marcel Schmelzer leicht verletzte, entschied sich Tuchel in der 71. Minute kurzfristig für die Hereinnahme von Rode.

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Quelle: wa.de

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