BVB-Neuzugang Raphael Guerreiro spricht über Ronaldo und Schmelzer

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Raphael Guerreiro hat auf der Pressekonferenz des BVB über den Konkurrenzkampf mit Marcel Schmelzer und das Verhältnis zu Cristiano Ronaldo gesprochen.

Bad Ragaz - 22 Jahre ist er jung, spielte bis vor einigen Monaten noch für den FC Lorient, hat aber seinen Mannschaftskollegen beim BVB schon etwas voraus. Er ist Europameister. Auf seiner ersten Pressekonferenz gab sich Raphael Guerreiro dennoch bescheiden und zurückhaltend.

Am 10. Juli reckte er den EM-Pokal in den Himmel von Paris, feierte Seite an Seite mit Weltstar Cristiano Ronaldo den für Portugal so wichtigen Titelgewinn bei der Europameisterschaft. 

„Die Leute haben sich sehr gefreut. Wir haben gemerkt, wie wichtig der Titel für das Land war“ sagt Guerreiro im Rückblick auf das Turnier. Beim BVB sei er von den Mitspielern gut aufgenommen worden, „sie versuchen englisch und auch spanisch oder französisch mit mir zu sprechen“, so der flinke Außenverteidiger, der schon Deutschunterricht bekommt und die Sprache schnell lernen will.

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12 Millionen Euro ließen sich die Dortmunder die Dienste des Abwehrspielers kosten, den es motiviert, in der Nationalmannschaft mit Cristiano Ronaldo zu spielen. „Das ist natürlich eine Motivation für mich, alles zu geben und viel zu lernen.“ Beim BVB seien aber, ähnlich wie in der Nationalmannschaft, ebenfalls große Spieler dabei. „Von ihnen kann man auch viel lernen, da ändert sich nicht so viel.“

Ronaldo, an dem sich die Fußballgeister scheiden, sei zwar ein Weltstar, aber in der Gruppe zugänglich und völlig normal. „Wenn man von ihm einen Tipp bekommt, weiß man das sehr zu schätzen“, so Guerreiro über das Verhältnis zu dem Torjäger von Real Madrid. Nach den ersten Gesprächen mit dem BVB vor der Europameisterschaft sei schnell die Entscheidung gefallen, nach Dortmund zu wechseln, „darum habe ich auch noch vor der EM unterschrieben.“ Und das dürfte dem BVB einige Konkurrenten und vor allem Millionen erspart haben, spielte Guerreiro doch ein starkes Turnier.

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Wo er spiele, sei aber nicht wichtig, „egal ob Lorient oder Dortmund. Ich will gewinnen.“ Etwas defensiver platzierte er seine Aussagen zum bevorstehenden Konkurrenzkampf mit Marcel Schmelzer. „Der EM-Titel ist nicht mit dem zu vergleichen, was Marcel Schmelzer für den BVB geleistet hat. Ich sehe zu ihm auf, möchte von ihm lernen“, so der Neuzugang über den Zweikampf mit Schmelzer.

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Dabei könnten beide auch zusammen auf dem Platz stehen, im Test gegen den AFC Sunderland spielte Guerreiro nicht links in der Abwehrkette. "Ich habe mit dem Trainer über verschiedene Möglichkeiten gesprochen. Ich will das Beste bringen", so Guerreiro. Überrascht sei er dann doch gewesen, dass er schon gegen Sunderland auf einer anderen Position spielte.

Quelle: wa.de

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