Hartnäckigkeit zahlt sich aus

BVB angelt sich Toptalent Dembélé

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Frankrfeichs Toptalent Ousmane Dembélé trägt in der kommenden Saison ein schwarz-gelbes Trikot.

Dortmund - Er stand ganz oben auf der Wunschliste zahlreicher Spitzenvereine in Europa, doch er hat sich zu einem Wechsel zum BV Borussia Dortmund entschieden. Ousmane Dembélé, Frankreichs Toptalent, wird in der kommenden Saison das Trikot der Schwarz-Gelben tragen. Sein bisheriger Klub Stade Rennes und der BVB einigten sich am Freitag  auf den Transfer am Saisonende.

Das 18-jährige Offensivjuwel wird in Dortmund einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021 unterschreiben, ohne jede Ausstiegsklausel. Über die Ablösesumme haben beide Klubs Stillschweigen vereinbart. So soll bei etwa 15 Millionen Euro liegen.

Hans-Joachim Watzke, Vorsitzender der Geschäftsführung des BVB, ist stolz darauf, dass die Borussia im harten Wettstreit mit Spitzenklubs wie FC Barcelona, Bayern München, Manchester City, FC Liverpool sowie Arsenal oder Chelsea London das Rennen machte. Die Dortmunder hatten sich schon länger um Dembélé bemüht. 

„Es nötigt mir Respekt ab, wie standhaft Ousmane angesichts der zahlreichen hochkarätigen offerten aus ganz Europa über so einen langen Zeitraum geblieben ist. Das ist nicht selbstverständlich und zeugt von Charakter“, kommentiert Watzke den gelungenen Coup, den Sportdirektor Michael Zorc einfädelte. Zorc schwärmt in höchsten Tönen vom Supertalent, das in der laufenden Saison in 25 Spielen zwölf Tore erzielte, fünf weitere vorbereitete. „Ousmane kann in der Offensive fast jede Position spielen. Er ist stark im Eins-gegenEins, beidfüßig, trickreich, schnell und torgefährlich“, beschreibt Zorc die Qualitäten des Franzosen, der am Pfingstsonntag 19 Jahre alt wird.

Sportliche Konzept überzeugt

Für Dembélé war im Endeffekt trotz der zahlreich vorliegenden Offerten entscheidend, dass wohl kein anderer Verein so sehr um ihn kämpfte wie die Dortmunder Borussia. „Der BVB hat sich sehr früh um mich bemüht und immer engen Kontakt zu mir gehalten“, bestätigt Dembélé. „Dieses Verhalten hat mir wirklich imponiert.“ Zudem überzeugte ihn das sportliche Konzept, dass ihm die Verantwortlichen präsentierten. „Ich kann es kaum erwarten, in der Bundesliga vor mehr als 80 000 Zuschauern im Signal Iduna Park zu spielen und mit meinen neuen Teamkollegen in der Champions League aufzulaufen.“

Wichtiges Signal an die Konkurrenz

Der Dortmunder Transfercoup dürfte nach den Verlust von Kapitän Mats Hummels in Richtung Bayern München auch ein sehr wichtiges Signal dafür sein, dass der Vizemeister und Pokalfinalist gewillt ist, auch in der kommenden Saison ein ernsthafter Herausforderer des Rekordmeisters zu sein. Zudem setzen die Schwarz-Gelben setzen ihren Kurs fort, Toptalente zu fördern. Dembélé ist neben Mikel Merino (19 Jahre) vom spanischen Klub Osasuna bereits der zweite Neuzugang für das Mittelfeld.

Mkhitaryan-Entscheidung spätestens in zehn Tagen

Denn offen ist derzeit, was mit Ilkay Gündogan passiert, der von Manchester City umworben wird. Ob die Engländer allerdings bereit sind, angesichts der schweren Knieverletzung des deutschen Nationalspielers tief in die Vereinskasse zu greifen, scheint fraglich zu sein. Zumindest im Fall Henrikh Mkhitaryan deutet sich eine baldige Entscheidung an. Der Berater des Armeniers, Mino Raiola, kündigte inzwischen an, dass in spätestens zehn Tagen Klarheit herrschen soll. Mkhitaryan liegt ein gutes Angebot des BVB zur vorzeitigen Vertragsverlängerung über 2017 hinaus vor. Grund des Zögerns soll angeblich eine Ausstiegsklausel sein, die Raiola gerne im neuen Kontrakt sehen würde. Doch das lehnt der BVB offenbar ab.

Quelle: wa.de

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