Polizei soll umstrittene Elektroschock-Pistolen bekommen

+
Die Berliner Polizei soll mit Elektroschockwaffen, sogenannten Tasern, ausgestattet werden.

Berlin - Die Berliner Polizei soll mit Elektroschockwaffen, sogenannten Tasern, ausgestattet werden. Die Pläne sollen am Mittwoch offiziell vorgestellt werden.

Die Berliner Polizei soll mit Elektroschockwaffen, sogenannten Tasern, ausgestattet werden. Die Pläne dazu will Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) am Mittwoch offiziell vorstellen, wie ein Senatssprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Henkel hatte Polizeipräsident Klaus Kandt angewiesen, die Einführung dieser umstrittenen Distanzwaffen zu organisieren, wie die „Berliner Zeitung“ (Dienstag) berichtete.

Mit Elektroschockpistolen können kleine Metallpfeile über mehrere Meter Entfernung auf Menschen geschossen werden. Die Pfeile hängen an Drähten, über die elektrische Hochspannung übertragen wird. Durch elektrische Schläge werden Menschen kurzzeitig außer Gefecht gesetzt.

Der Kauf der mehr als tausend Euro teuren Geräte müsste vermutlich ausgeschrieben werden. Zweieinhalb Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin, spricht viel dafür, dass in einigen Monaten eine linke Koalition in Berlin regiert und der Innensenator nicht mehr von der CDU kommt. Das Vorhaben könnte dann schnell wieder gestoppt werden.

Die Spezialeinsatzkommandos (SEK) in vielen Bundesländern verwenden die Taser schon länger. Streifenpolizisten in Deutschland sind damit üblicherweise nicht ausgestattet.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare