Brisante Aussagen vor den Spielen

Offenbar Attentat auf französisches Olympiateam geplant

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Premiere in Rio. Die Olympischen Spiele 2016 werden die ersten in Südamerika sein.

Paris - Schon vor dem Beginn der Olympischen Spiele legt sich ein Schatten auf das Sport-Highlight. Anscheinend soll ein Terroranschlag auf Frankreichs Team geplant worden sein.

Ein Brasilianer soll nach französischen Geheimdienstinformationen einen Anschlag gegen Frankreichs Team bei den Olympischen Spielen in Rio vorbereitet haben. Dies geht indirekt aus dem Protokoll einer Anhörung des Chefs des militärischen Nachrichtendienstes, General Christophe Gomar, in der Pariser Nationalversammlung hervor. Nähere Informationen werden dort allerdings nicht genannt. Nach Informationen der Zeitung Libération vom Mittwoch wurden die Ausführungen des Generals zu diesem Thema aus dem Protokoll gestrichen. Eine Nachfrage und die Antwort darauf wurden aber veröffentlicht.

Nach dem Anhang des Berichts eines Untersuchungsausschusses zu den Pariser Terroranschlägen sagte dessen Vorsitzender: "Ich hatte nicht von diesem brasilianischen Staatsbürger gehört, der Anschläge gegen die französische Delegation bei den Olympischen Spielen vorbereitete." Im veröffentlichten Text der einführenden Bemerkungen des Generals taucht dieser Aspekt aber überhaupt nicht auf. Laut Libération hatte der Offizielle von einem Projekt der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gesprochen, sei aber nicht ins Detail gegangen auch nicht im Hinblick auf den Aufenthaltsort des Brasilianers. Eine offizielle Bestätigung für den Bezug zum IS gab es zunächst nicht.

Aussagen sollten offenbar geheim bleiben

Auf eine Frage des Parlamentariers nach den Quellen für diese Information nannte Gomart "unsere Partner". Die Zeitung Le Figaro schrieb unter Berufung auf den Berichterstatter des Ausschusses, den sozialistischen Abgeordneten Sébastien Pietrasanta, dass die Aussagen aus Sicherheitsgründen geheim bleiben sollten. "Es ging darum, keine Panik unter den französischen Sportlern zu schüren und das Ereignis nicht zu belasten", sagte er.

Zu den am 5. August beginnenden Spielen in Rio de Janeiro werden bis zu 700.000 Touristen, über 50 Staats- und Regierungschefs sowie 12.000 Athleten erwartet. 85.000 Sicherheitskräfte, mehr als doppelt so viel wie in London 2012 sollen die ersten Olympischen Spiele in Südamerika schützen, hinzu kommen Experten aus 55 weiteren Ländern, der Geheimdienstsaustausch wurde deutlich intensiviert.

Bisher ist Südamerika von islamistischen Anschlägen verschont geblieben. Brasiliens Geheimdienst (ABIN) betonte aber zuletzt: "Die Wahrscheinlichkeit, dass das Land das Ziel terroristischer Attacken sein könnte, hat sich in den letzten Monaten erhöht."

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dpa

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