42 Millionen Euro Zuschussbedarf, aber mutmaßlich viel höhere Investitionen

Metropole Ruhr: Bewerbung um IGA 2027 abgegeben

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Von Links: Jochen Sandner, Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft, Uli Paetzel, Vorsitzender Emschergenossenschaft, RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel, Helmut Selders, Präsident Bund deutscher Baumschulen und Josef Hovenjürgen, Vorsitzender der Verbandsversammlung.

Oberhausen - Die Metropole Ruhr bewirbt sich um die Ausrichtung der Internationalen Gartenausstellung in 2027. Am Dienstagnachmittag überreichten die Direktorin des Regionalverbandes Ruhr (RVR) Karola Geiß-Netthöfel und Josef Hovenjürgen, Vorsitzender der RVR-Verbandsversammlung, laut Pressemitteilung in Haus Ripshorst in Oberhausen die Bewerbungsunterlagen an die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG).

Zuvor habe eine zehnköpfige Bewertungskommission die Region bereist, um sich ein Bild von den potenziellen Schauplätzen einer IGA 2027 zu machen. Stationen seien der Phönixsee und der Westfalenpark in Dortmund, das Wasserkreuz in Castrop-Rauxel/Recklinghausen sowie die Halde Hoheward in Herten gewesen. Mit einer Entscheidung der DBG sei in vier bis sechs Wochen zu rechnen, heißt es.

"Erstmals bewirbt sich eine ganze Region um eine Internationale Gartenausstellung und beschreitet so ganz neue, spannende Wege der Präsentation. Die Städte und Kreise der Metropole Ruhr haben bereits bei der Internationalen Bauausstellung Emscher Park und der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 unter Beweis gestellt, dass sie im Schulterschluss ein solches Großereignis meistern können", wird Karola Geiß-Netthöfel zitiert. 

Machbarkeitsstudie zur IGA Metropole Ruhr 2027

Zum weiteren Prozedere heißt es: "Wenn die Metropole Ruhr den Zuschlag bekommt, werden in einem nächsten Schritt das in der Machbarkeitsstudie zur IGA 2027 vorgeschlagene Konzept und die Kosten gemeinsam mit den Städten und Kreisen und weiteren Partnern konkretisiert. Bis Ende 2017 soll der Prozess abgeschlossen sein. Auf dieser Grundlage entscheiden die politischen Gremien abschließend, ob das Ruhrgebiet die IGA 2027 durchführen kann."

Im Frühjahr 2016 hatte die RVR-Verbandsversammlung demnach die IGA-Bewerbung beschlossen. Das Konzept sehe ein dezentrales Großereignis vor, das auf drei Ebenen realisiert werden könne: 

  1. Fünf "Zukunftsgärten" sollen als Hauptstandorte fungieren und Kernfragen zu Klima und Energie begreifbar machen. 
  2. Auf der zweiten Ebene werden etwa 20 bis 25 der schönsten vorhandenen Parks und Gärten in der Region präsentiert.
  3. Und schließlich erhalten die vielen Umweltinitiativen wie Urban-Gardening-Projekte unter dem Schlagwort "Dein Garten" ein Forum. 

Getragen werden solle die Internationale Gartenausstellung von den 53 Kommunen und vier Kreisen der Metropole Ruhr, von Verbänden wie Emschergenossenschaft und Lippeverband, der regionalen Wirtschaft und bürgerschaftlichem Engagement gemeinsam mit dem Land NRW. 

"Den Zuschussbedarf für die Durchführung der IGA Metropole Ruhr 2027 schätzt die Studie auf etwa 42 Millionen Euro, verteilt auf mehrere Schultern und auf mehrere Jahre. Das Großereignis würde umfangreiche Investitionen auslösen, geschätzt wird eine Höhe von über 300 Millionen Euro", heißt es abschließend. - eB

Quelle: wa.de

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