Superbanner

Rückhalt für Wulff bröckelt 

Rückhalt für Wulff bröckelt 

    • recommendbutton_count100
    • 0
    • 0

Berlin - Die Forderungen nach einer weiteren Erklärung des Bundespräsidenten Christian Wulff zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen mehren sich. Die Opposition erklärt die politische Schonzeit für beendet.

-cQsQSjKe1q6Y14uLo3ivuElQ2zsPqi5W8XyhmnDpmk.146859620011361366239001
Schliessen

Videotitel

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).

Die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Gerda Hasselfeldt, ist sich sicher, dass der Bundespräsident die Anschuldigungen überzeugend aufklären kann. Sie sei überzeugt davon, dass Wulff „nach einigen Tagen der Überlegung auch zu diesem Schluss kommt“, sagte Hasselfeldt am Dienstag im Deutschlandfunk. Sie wolle ihm zur Aufklärung des Sachverhalts keine Frist setzen. Dies müsse Wulff selbst wissen.

Der FDP-Vize Holger Zastrow erwartet, dass Wulff sich diese Woche erklärt. „Ich finde es auch schwierig, wenn man so jemanden jagt. Aber er ist auch in der Pflicht, das aufzuklären“, sagte der FDP-Politiker im Rundfunksender MDR Info. „Wenn es so sein sollte, dass er als Bundespräsident persönlich zum Hörer greift, einen Chefredakteur anruft, auf die Mailbox spricht, dann ist das nicht die Größe, die ich von einem Bundespräsidenten erwarte“, sagte Zastrow weiter.

Christian Wulff und seine Vorgänger

zurück

vor

Auch in der niedersächsischen CDU wächst die Distanz zum Bundespräsidenten. „Viele Parteifreunde haben bei mir angerufen. Alle äußerten sich negativ zu Wulffs Verhalten“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Karl-Heinz Klare, der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Dienstagausgabe). „Die Leute wollten totale Aufklärung, sonst wird das Amt des Bundespräsidenten beschädigt.“

Hasselfeldt sagte, jeder Politiker wisse, dass er unter einer besonderen Beobachtung stehe und eine Vorbildfunktion habe. Dies müsse jedem Politiker bewusst sein.

Die Grünen fordern eine klare Stellungnahme von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Fall Christian Wulff. Die CDU-Vorsitzende müsse „aus der Deckung rauskommen“ und sagen, wie sie die jüngsten Entwicklungen rund um den Bundespräsidenten bewerte, sagte Grünen-Fraktionsvize Fritz Kuhn am Dienstag im Deutschlandfunk. Wulff sei „den Anforderungen des Amtes nicht gewachsen“, beklagte Kuhn. Die jüngst bekanntgewordenen wütenden Anrufe bei der „Bild“-Zeitung und dem Springer-Konzern seien „ein starkes Stück“ und zeigten ein „eigentümliches Verständnis von Pressefreiheit“.

SPD erklärt Schonzeit für Wulff für beendet

Kuhn betonte, das Präsidentenamt stütze sich nicht auf Macht, sondern auf die „Autorität der persönlichen Glaubwürdigkeit“, und die sei in Wulffs Fall schwer beschädigt. Wulff müsse selbst entscheiden, „ob er dies der Bundesrepublik Deutschland weiter antun will“. Dem Land stehe ein schwieriges Jahr bevor. Ein geschwächter Bundespräsident mit beschädigter Glaubwürdigkeit sei da problematisch. „Ich glaube, dass die Luft sehr, sehr dünn geworden ist“, sagte Kuhn. Der Ball liege nun bei Wulff und Merkel.

Die SPD hat die politische Schonfrist für Wulff für beendet erklärt. „Wulff hatte drei Wochen Zeit die Vorwürfe zu entkräften. Das ist ihm nicht gelungen“, sagte Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann am Dienstag in Berlin. „Kein Bundespräsident steht über Recht und Gesetz. Das gilt auch für die Pressefreiheit.“

Es sei absolut unangemessen, wenn der Bundespräsident versuche, eine freie Berichterstattung zu verhindern, sagte Oppermann.

Wulff hatte nach Angaben der „Bild“-Zeitung versucht, die Berichterstattung des Blattes über einen Privatkredit zur Hausfinanzierung mit mehreren Anrufen zu verhindern.

dapd

Rubriklistenbild: © dapd

zurück zur Übersicht: Politik

  • BlinkList
  • del.icio.us
  • Folkd
  • Furl
  • Google
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • oneview
  • Yahoo MyWeb
  • YiGG
  • Webnews
Diese Seite bookmarken bei...

Regeln fürs Kommentieren:
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.

Kommentare

Videos werden geladen...0:00
Bild mit Ladehinweis

Weitere Informationen für dieses und andere Videos werden geladen...

Abspielen

Alle Videos

2b6OLevAhovrMmzDsHYG00X0bHH_XJETgp7390yFjjs.http://www.come-on.de/media/videos/5840422800158243240001

Aus aller Welt

Bayern: Keine Erkenntnisse zu NSU-Morden

NSU-Morde: Beckstein war gegen Übergabe an BKA

Berlin - Was wusste der bayerische Verfassungsschutz über die Neonazi-Morde? Nach eigenen Angaben hatte die Behörde keine Erkenntnisse, dass hinter den Morden Rechtsextremisten stecken könnten.Mehr...

Wirtschaft & Finanzen

Gabriel und Trittin wollen höhere Steuern für Reiche

Gabriel und Trittin: Höhere Steuern für Reiche

Berlin - SPD-Chef Sigmar Gabriel und Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin haben sich wegen der Euro-Krise und der Schuldenbremse erneut für eine höhere Besteuerung von Reichen stark gemacht.Mehr...

Artikel lizenziert durch © come-on
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.come-on.de

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.

SkyScraper