NRW - Schnee- und Eisglätte hat am Donnerstag in ganz Nordrhein-Westfalen für viele Verkehrsunfälle und erhebliche Behinderungen gesorgt. Zahlreiche Menschen wurden verletzt. Vor allem Autofahrern auf der A 1 und der A 4 in den Regierungsbezirken Arnsberg und Köln machte Blitzeis zu schaffen.
Auf der A 4 bei Reichshof im Oberbergischen seien mindestens zehn Fahrzeuge ineinander gekracht, hieß es bei der Landesleitstelle der Polizei in Neuss. "Wir haben bisher keine Meldungen über Schwerstverletzte oder Tote", sagte ein Sprecher, ohne Einzelheiten nennen zu können. Die Autobahn wurde Richtung Köln gesperrt.
Fünf Verletzte gab es bei einem schweren Unfall im Hochsauerlandkreis. Eine 19-Jährige war bei Meschede mit ihrem Wagen auf eisglatter Straße ins Schleudern gekommen und mit einem entgegenkommenden Kleinlaster zusammengestoßen. Die Autofahrerin wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik gebracht. Eine Beifahrerin wurde schwer verletzt, die anderen leicht.
Die schwierige Lage auf den Straßen habe nicht unmittelbar mit dem Wetter zu tun, erklärte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in Essen. Zwar habe es etwas Schnee und Sprühregen gegeben. Schuld an der Eisglätte seien aber die vom Winterdienst in den vergangenen Wochen verteilte Lauge und das Salz. "Wenn es etwas wärmer wird und taut, zieht das Salz Feuchtigkeit aus der Luft an. Friert es dann wieder, entsteht Eisglätte."
Der Deutsche Wetterdienst warnte für die Zeit bis Freitagvormittag vor Glätte durch überfrierende Nässe. Bis Donnerstagabend könne es im Süden und Südwesten auch leicht schneien. - lnw
Quelle: wa.de


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