WINTERBERG - In den Hochlagen des Sauerlandes kommt das Thermometer seit Tagen nicht aus dem zweistelligen Minusgrad-Bereich. Und auf den Bergen sind die gefühlten Temperaturen wegen des Windes noch deutlich arktischer. Da hilft nur Winterkleidung in Zwiebel-Technik.

© dpa
Schnee in Winterberg.
Von Jörg Taron
Der nordrhein-westfälische "Eiskeller" liegt derzeit hoch auf den Bergen. Auf dem Kahlen Asten bei Winterberg bleibt das Thermometer auch tagsüber im zweistelligen Minusbereich. Harte Bedingungen für die Wetterbeobachter des Deutschen Wetterdienstes, die auf dem zweithöchsten Berg in NRW ihren Arbeitsplatz haben. Bis zu 20 Mal am Tag müssen sie zum Messfeld am Fuß des Astenturms oder auf die windige Plattform auf dem Dach steigen. Da hilft nur eins: "Vorher immer einpacken wie eine Zwiebel", sagt die Leiterin der Wetterstation, Petra Stielicke.
Früher mussten die Wetterbeobachter noch häufiger ins Freie. Heute können sie die meisten Messinstrumente vom Computer aus überwachen. Aber nicht alles lässt sich im warmen Büro erledigen. "Die Augenbeobachtung ist immer noch wichtig", sagt Stielicke. Wolken, Sichtweite und vor allem die genaue Art von Niederschlägen könne der Mensch doch besser erkennen als die Technik.
"Mehrere Hosen, Pullover und Jacken übereinander", lautet Stielickes Rezept gegen die Kälte. Denn auf dem Dach des Astenturmes pfeift fast immer der Wind. "Da hat man bei diesen Temperaturen schnell das Gefühl, dass einem die Finger abbrechen."
"Dicke Handschuhe und warme Unterhose gehören dazu", beschreibt auch Stielickes Kollege Frank Dreblow die derzeitige Arbeitskleidung. Am Freitag ließ der Wind etwas nach. Am Mittag zeigte das Thermometer minus 11,6 Grad. "Das kommt einem schon fast warm vor", kommentiert Dreblow die Zahl. Doch überstanden ist die Kälte noch längst nicht, es bleibt vorerst sibirisch. "In der Nacht zum Sonntag kann es in den hochgelegenen Tälern auch bis zu Minus 20 Grad kalt werden", sagt Dreblow.
Quelle: wa.de


Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.