DÜSSELDORF - Bei Kohlenmonoxid-Vergiftungen zum Beispiel durch defekte Öfen können Überdruckkammern Leben retten - wie in den vergangenen Wochen mehrfach geschehen. In Nordrhein-Westfalen gibt es nur eine einzige, die rund um die Uhr einsatzbereit ist: die Überdruckkammer des Universitätsklinikums Düsseldorf.

© Foto: Zimmermann
In Hamm sind vor wenigen Wochen zwei junge Menschen gestorben. Die fünf Verletzten wurde mit einer Kohlenmonoxid-Vergiftung im Düsseldorfer Uniklinikum behandelt.
Das NRW-Gesundheitsministerium führt derzeit aber Gespräche mit mehreren Kliniken, um Möglichkeiten für eine bessere Versorgung auszuloten. Das berichtete Ministeriumssprecherin Serap Güler am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. In NRW hatten sich in den vergangenen frostigen Wochen mehrere Menschen Kohlemonoxidvergiftungen zugezogen, unter anderem, weil sie versucht hatten, ihre Wohnungen mit einem Gasherd oder einem Döner-Grill zu heizen. Zwölf dieser Patienten waren in Düsseldorf erfolgreich behandelt worden.
Kohlenmonoxid entsteht, wenn bei Verbrennungsprozessen zu wenig Sauerstoff zur Verfügung steht. Es ist ein geruchloses und zugleich lebensgefährliches Gas, das in höheren Konzentrationen als starkes Atemgift wirkt. Einmal eingeatmet, bindet sich Kohlenmonoxid 250 Mal schneller als Sauerstoff an das Blut. Der vom Körper dringend benötigte Sauerstoff gelangt dann nicht mehr in ausreichendem Maße zu den Zellen. - dpa
Quelle: wa.de


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