WERDOHL ▪ „Ich bin gewappnet“, sagt der 58-Jährige Peter Pazdzierny und zieht nochmal ein wenig an seinem Schal. Die Kälte hat auch Werdohl fest im Griff. In den Nächten fallen die Temperaturen ins zweistellige Minus und am Tag kommen selbst leichte Plusgrade nicht in Reichweite. Da gilt es viel zu beachten, um bei sich selbst, aber auch an Haus oder Auto keine Frostschäden davon zutragen.

© Schröder
Mit Mütze, Schal und Handschuhen schützt sich Peter Pazdzierny gegen die Kälte. „Vor allem mit Wind fühlen sich die Minustemperaturen noch viel kälter an“, sagt der Werdohler. ▪
Langsam geht er auf und ab. Bekleidet mit Mütze auf dem Kopf, den Schal bis unters Kinn um den Hals, dicken Handschuhen, einer Winterjacke und warme Schuhen. Peter Pazdzierny wartet am Brüninghaus-Platz auf seine Frau. Bei -5 Grad.
Da klingt der Rat von Hausarzt Thomas Greif schon etwas ungewöhnlich. „Gehen sie raus, raus, raus“, sagt der Mediziner, denn das derzeitige Wetter sei einfach nur gesund und härte ab. Draußen darf dann aber die Bewegung und warme Kleidung nicht fehlen. „Vor allem eine warme Kopfbedeckung ist wichtig, denn am Kopf verliert man besonders viel Wärme“, sagt Greif. Kinder sollten daran erinnert werden, so der Hausarzt: „Sie empfinden die Kälte nicht so.“
Daneben mahnt Greif, die Hautpflege nicht zu vernachlässigen. Cremes und Salben für Hände und Gesicht helfen gegen trockene Haut.
Installateur Torsten Grützmacher rät seinen Kunden die Kellerfenster geschlossen zu halten und auch ungenutzte Räume leicht zu beheizen. „Da beugt man dem Rohrbruch vor“, betont Grützmacher und warnt vor den hohen kosten, wenn das Wasser einmal im Keller steht. Außenzapfstellen, zum Beispiel in der Garage, sollten wenn möglich leerlaufen oder zumindest abgesperrt werden. „Es gibt zwar Begleitheizungen oder gute Isolierungen, aber die haben sich nicht bewährt“, glaubt der Installateur. Ist doch ein Rohr geplatzt, ist der Notdienst zu erreichen. „Am besten ist natürlich eine ausgiebige Heizungswartung“, so Grützmacher.
Eine Wartung empfiehlt Peter Sondermann, Inhaber einer freien Autowerkstatt, auch für den eigenen Pkw. „Das ist jetzt eigentlich schon zu spät“, sagt Sondermann und rät, den Wagen noch im Herbst Winterfest zumachen. „Wir prüfen dann die Batterie und den Frostschutz.“ Da die Autobatterie bei kalten Temperaturen weniger Leistung abgebe, fallen kaputte Aggregate erst im Winter auf. „Beschädigt wurden die Batterien meist schon im Sommer“, sagt der Kfz-Mechaniker. ▪ David Schröder



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