WERDOHL ▪ Das werden sie gerne gehört haben, die Noch-Grundschüler: „Am Freitagnachmittag und am Samstag ist keine Schule“, sagte Heinz Rohe. Der Direktor der Albert-Einstein-Gesamtschule (AEG) begrüßte die Mädchen und Jungen samt Eltern am Samstagvormittag zum Tag der offenen Tür im Festsaal Riesei. Von Michael Koll

Linsen, gebrochenes Licht und Schattenwurf durch Planetenkonstellationen: Physikunterricht kann sehr spannend sein – fanden große wie kleine Besucher der Albert-Einstein-Gesamtschule gleichermaßen.
Schließlich können die Kinder sich an den ersten drei Tagen des kommenden Schul-Halbjahres an der AEG anmelden. Und die ist bekanntlich eine Ganztagsschule, aber das Wochenende für die Pennäler ist lang.
Und das Leben an der AEG ist offenbar sowieso verdammt spannend. Die Schau, welche der Begrüßung durch Rohe folgte, war vielfältig und teilweise auch recht action-geladen: Da wurde gesungen. Die Klasse 5.1 verlangte „Theo, mach’ mir ein Bananenbrot“ und die 5.2 nahm’s gelassen – frei nach Walt Disney: „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“. Ein paar Schüler, die bereits ziemlich fit im Englischen sind, führten einen Sketch vor, in welchem sich eine junge Frau nicht entscheiden konnte und schließlich den kompletten Schuh-Laden leer kaufte. Die Ware transportierte sie letztlich mit einer Schubkarre davon.
Doch damit nicht genug: Die Jungs und Mädchen, die dann den Festsaal Riesei enterten, hatten es in sich. Sie hatten für den Anlass des Tages der offenen Tür eine artistische Turn-Show einstudiert, nach der sich wahrscheinlich jeder zweite Zirkus landauf und -ab die Finger lecken würde.
Die AEG hat 870 Schüler und 64 Lehrer. „Bei uns ist jeder willkommen“, betonte Schulleiter Rohe abschließend noch einmal. Und ganz nebenbei sei bemerkt: Die meisten Realschul-Abschlüsse, die in Werdohl erreicht werden, bekommen die Gesamtschüler. Die werden übrigens ab kommenden Schuljahr auch in einem ganz neuen Fach unterrichtet. Dieses heißt „Darstellen und bewegen“. Unterrichtsinhalte, erklärte Rohe, werden sein: Tanz, Schauspiel sowie Kunst. Das klang sicher auch für die Noch-Viertklässler interessant, die nicht solche Sportskanonen sind.
Und wer davon immer noch nicht beeindruckt war, konnte dann in den einzelnen Klassenräumen sein Steckenpferd noch finden: Dort präsentierten Schüler und Lehrer gemeinsam Unterrichtsinhalte – beispielsweise aus den Fachgebieten Physik (Optik), Technik (Basteln eines Kreisels) und Mathematik (Ausbalancieren einer Waage).



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