WERDOHL ▪ Eine Wildblumenwiese, eine Teichanlage mit Wasserlauf und -fall sowie so genannte Freiburger Bächle zwischen Freiheit- und Goethestraße wünschen sich die Werdohler Nabu-Mitglieder für die Neugestaltung des Brüninghaus-Platzes. Die Bächle fließen durch den gesamten Fußgängerzonenbereich in Freiburg. Dabei handelt es sich um mit Fließwasser gefüllte Rinnen im Gehwegpflaster, 30 Zentimeter breit und 10 bis 15 Zentimeter tief.

© Koll
Hat verschiedene Ideen ausgearbeitet, um Werdohl in eine grüne Stadt zur verwandeln: Marc Puszkus. ▪
In die Diskussion um den Umbau der Innenstadt brachten sich am Mittwochabend auch die heimischen Mitglieder des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) ein. Auf Anregung des Werdohlers Marc Puszkus war deshalb Sandra Schulz, Nabu-Referentin für Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit aus Iserlohn, in die Stadt an der Lenne gereist. Im Restaurant Versevörder Hof begrüßten Schulz und Puszkus neun weitere Interessierte.
Weitere Ideen des Nabu-Mitgliedes beschäftigten sich mit der Goethestraße. Dort wünscht er sich eine Fortführung der Allee bis hin zur Derwentsider Straße. Es gebe einen Fördertopf des Landes Nordrhein-Westfalen, aus welchem Mittel zu beziehen seien, die bis zu 80 Prozent einer solchen Maßnahme und bis zu 300 Euro pro Baum finanzierten.
Weitere Bäume möchte Puszkus auf dem Goetheparkplatz anpflanzen – an den Stellen, wo heute bereits durch schraffierte Flächen ein Parkverbot verdeutlicht werde. „Das hat den Vorteil, dass dann dort wirklich niemand mehr parkt. Außerdem wertet es das Schützenfest auf, erzeugt einen Biergartencharakter auf dem Platz.“ Und letztlich schützten Bäume als natürlicher Schallschutz die Anwohner während Veranstaltungen vor Lärm.
Ein Diskussionsteilnehmer kritisierte während der rund 80-minütigen Veranstaltung die Stadt. Es werde nichts getan, um Natur in der Lennestadt zu erhalten. „Ich nenne Werdohl nur noch die Stadt der Schilder“, spitzte er seinen Redebeitrag zu. „Wenn Fische und Vögel aussterben, stellt die SPD Schilder an der Lenne auf, um zu zeigen, was dort einmal gelebt hat.“ - Michael Koll



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