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Künftig sollen immer mehr Unter-Dreijährige betreut werden können

Kita-Plätze in Werdohl reichen aus

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WERDOHL ▪ Auch mit Beginn des neuen Kindergartenjahres im August stehen in Werdohl genügend Kindergartenplätze zur Verfügung. Davon geht Hilmar Heimann von der Stadtverwaltung aus, nachdem zum Ende des vergangenen Jahres die Anmeldefrist für das Kindergartenjahr 2012/2013 endete, die Anmeldungen in den Einrichtungen vorliegen und demnächst auch den Jugendhilfeausschuss beschäftigen.

Symbolfoto

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Allerdings kann der stellvertretende Jugendamtsleiter nicht ausschließen, dass Eltern unter Umständen nicht immer der Wunschkindergarten angeboten werden kann.

Es werde stets versucht, den Wünschen der Eltern zu entsprechen. Dennoch könne es in den einwohnerstarken Bezirken in Einzelfällen zu Schwierigkeiten kommen, so Heimann. Durch die Umstrukturierung und die Aufnahme von Kindern unter drei Jahren sinkt in manchen Einrichtungen auch die Zahl der zur Verfügung stehenden Plätze.

Vor dem Hintergrund allgemein sinkender Geburtenzahlen gilt Werdohl im Märkischen Kreis immer noch als eine eher geburtenstärkere Stadt. „In der Nachbarschaft, beispielsweise in Altena, sehen die Zahlen anders aus“, weiß Hilmar Heimann. Da die Zahl der Kinder in Werdohl dennoch auf lange Sicht sinken wird, wird sich das natürlich auch auf die Kindergartenplätze auswirken.

Für das neue Kindergartenjahr gibt es einen grundsätzlichen Bedarf an 532 Plätzen. „Diesen Bedarf können wir zu 95 Prozent erfüllen“, so Heimann. 505 Plätze stehen in den insgesamt neun Kindertageseinrichtungen zur Verfügung. Ein Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz haben Eltern, wenn der Nachwuchs drei Jahren alt wird. Stichtag ist hier der 1. November.

Kinder, die später geboren wurden, fallen in die Kategorie der Unter-Dreijährigen. Allerdings möchten nicht immer alle Eltern mit dem 3. Geburtstag auch einen Kindergartenplatz beanspruchen. Mitunter wird gewartet, bis ein Platz im Wunschkindergarten frei wird. 57 Betreuungsplätze werden in Werdohl für Unter-Dreijährige angeboten.

Dieses Angebot wird sich ändern, wenn im nächsten Jahr mit der Roten Schule eine neue Kindertagesstätte im Zentrum eingerichtet wird. Der Kindergarten Funkenburg, ebenfalls städtisch, wird aufgegeben. In der Roten Schule werden 45 Plätze für Kinder ab drei Jahren angeboten und 20 Plätze für Kinder ab einem Alter von vier Monaten. Die Stadt möchte das Betreuungsangebot für Jüngere auf lange Sicht weiter aufzustocken.

Welche Pauschalen die Einrichtungen benötigen, damit wird sich am 14. Februar der Jugendhilfeausschuss befassen. Die Pauschalen ergeben sich auch aus den Anmeldezeiten, die von den Eltern gebucht werden.

Hier zeichnet sich laut Heimann eine Veränderung ab. Immer mehr Väter und Mütter möchten für ihre Kinder eine längere Betreuungszeit in Anspruch nehmen. Die geringstmögliche Zahl von 25 Stunden werde immer weniger gebucht.

Ein Großteil entscheide sich dafür, für den Nachwuchs eine Betreuungszeit von 35 Stunden anzumelden. ▪ Simone Benninghaus

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