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Für Luftaufnahmen bedient sich Fotograf Kay Schurad eines besonderen Helfers

Fliegende Kamera über Werdohl

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WERDOHL ▪ Leise surrt das unbemannte Flugobjekt mit integrierter Kamera über die Wiese neben dem Goethespielplatz. Mit einer Fernbedienung – ausgestattet mit einem Live-Sucher – steuert Kay Schurad den „Fotohubschrauber“, der in luftiger Höhe seine Runden über der Stadt an der Lenne dreht.

Der Werdohler Werbefotografenmeister Kay Schurad nutzt sein unbemanntes 1,8 Kilogramm schweres Flugobjekt für Luftaufnahmen aus den verschiedensten Höhen. ▪

© Heinze

Der Werdohler Werbefotografenmeister Kay Schurad nutzt sein unbemanntes 1,8 Kilogramm schweres Flugobjekt für Luftaufnahmen aus den verschiedensten Höhen. ▪

Der 39-jährige Werbefotografenmeister aus Werdohl nutzt das ferngelenkte Kamerasystem für Luftaufnahmen aus verschiedensten Höhen. Bis zu 100 Meter hoch fliegt sein 1,8 Kilogramm schwerer Helfer, der von einer High-Tech-Firma entwickelt wurde.

Acht Elektromotoren treiben die Propeller der Maschine an. Durch eine Genehmigung der Bezirksregierung Arnsberg ist es Kay Schurad erlaubt, mit dem Flugobjekt – dieses hat den Wert eines guten Mittelklassewagens – überall in Nordrhein-Westfalen ohne großes Prozedere zu landen und zu starten. Und das sei der große Vorteil der neuen Technik; unbürokratisch und schnell könnten die luftigen Wünsche seiner Kunden mit dem Flieger erfüllt werden. Das mit GPS, Kompass, Höhenmesser sowie digitaler Funkübertragung ausgestattete Gerät sei sehr vielseitig.

Neben den klassischen Luftaufnahmen sei auch die Hochbildfotografie aus etwa drei Metern Höhe möglich. Und auch die Kosten seien geringer: Für Luftbildaufnahmen aus einem Hubschrauber oder einem kleinen Flugzeug hätten die Kunden zuvor für die gleichen Aufnahmen das Doppelte bezahlt. Gewerbebetriebe, Hotels, Krankenhäuser, Immobilienmakler und Freizeitbäder gehören zu Schurads Kunden. Neben den Werbeaufnahmen könne sein Gerät natürlich auch für die Inspektion von Windrädern eingesetzt werden. Dann, so der Experte, müsse er sein Objekt manuell steuern, weil die elektromagnetischen Wellen die Elektronik seines drohnengleichen Helfers stören könnten.

Auf die neue Technik aufmerksam geworden sei er durch die Fachpresse. Und da sich der Werdohler schon seit frühester Kindheit für den Luftsport begeistert, bot sich das „Unmanned Aerial System“ für ihn geradezu an. Motorflugmodelle mit einer Spannweite von 2,5 Metern und motorisierte Fernlenkflieger bediente Schurad schon als Teenager in einem Luftsportclub. Dieses Hobby kommt ihm bei der Steuerung der fliegenden Kamera zu Gute. In einem speziellen Piloten-Training für das Flugsystem erwarb er schließlich die Zertifikation des Herstellers.

Nach seiner Ausbildung in einem Fotostudio zum Werbefotografenmeister machte sich Schurad im vergangenen Jahr mit seinem Unternehmen „Photo Photonik“ selbstständig, wobei er sich auf Luftaufnahmen mit dem ferngesteuerten UVA spezialisierte.

Er hofft damit eine Marktlücke im Bereich Fotografie zu füllen. ▪ Ute Heinze

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