NEUENRADE ▪ Einmalig im Märkischen Kreis ist die Gemeinschaftsschule, die nach den Sommerferien in Neuenrade ihre Pforten erstmals öffnen wird. Derzeit wird fleißig an den neuen Klassenräumen im Gebäude der Burgschule und an der neuen Mensa über dem Jugendzentrum gearbeitet. Von Annabell Niemand

© Niemand
In drei Wochen werden hier die ersten Schüler der Gemeinschaftsschule Platz nehmen. In Kleingruppen sollen sich die Mädchen und Jungen ein Thema erarbeiten. ▪
Diverse Umbauten sind nötig, damit die 75 Kinder und ihre Lehrer am 7. September mit dem Unterricht beginnen können. Schon vor den Ferien war die Verkabelung im Obergeschoss vorgenommen und waren Schallschutzdecken sowie Lampen ausgetauscht worden. Inzwischen haben die sechs Klassen- und Gruppenräume einen neuen Anstrich bekommen, hier und da wurden Wände gezogen, überall Fußleisten verlegt. In einem Raum stehen bereits Tische und Stühle an ihrem vorgesehenen Platz. Das übrige Mobiliar lagert derzeit im Flur. Eine fehlende Tür soll in den nächsten Tagen geliefert werden.
Beeindruckend ist in dem fertigen Klassenraum, der bereits beim Tag der offenen Tür genutzt wurde, die moderne Ausstattung. Die Klassenräume erhalten elektronische Tafeln, sogenannte Whiteboards. Sie können an einen Computer angeschlossen werden und bieten viele Möglichkeiten. Über einen Beamer werden die Tafeln mit Informationen und interaktiven Inhalten gefüttert. „Das wird hier Lernen auf höchsten Niveau“, versprach Hauptamtsleiter Dierk Rademacher schon zu Beginn der Arbeiten.
Auch der Verwaltungstrakt hat bereits Gestalt angenommen. „Er ist so angelegt, dass später, wenn es die Hauptschule nicht mehr gibt, wieder Klassenräume daraus werden“, berichtet Bauamtsleiter Marcus Henninger. Denn mit der Zeit wächst die Gemeinschaftsschule in das Gebäude hinein und die Hauptschule heraus.
Fleißig gearbeitet wird auch an der neuen Mensa über dem Jugendzentrum. 54 Kinder haben sich für das Angebot angemeldet. Über die Stahlgittertreppe, die in den Osterferien montiert wurde, ist das Gebäude nun zu erreichen. Wo einst ein Fenster war, ist heute eine Tür. Henninger ist zuversichtlich, dass alle ausstehenden Arbeiten rechtzeitig fertig gestellt werden, „damit wir pünktlich an den Start gehen können.“
Der Bau der Mensa kostet der Stadt in diesem Jahr rund 50 000 Euro. Für den Umbau zur Gemeinschaftsschule sind im Investitionsplan 80 000 Euro eingeplant.



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