NEUENRADE ▪ Mit der Schließung des Kindergartens Krümelburg 2013 und der Einrichtung einer neuen Gruppe im katholischen Kindergarten Küntrop haben Rat und Verwaltung aus ihrer Sicht die bestmögliche Lösung zu Geburtenrückgang und Raumnot der Gemeinschaftsschule gefunden. Die Eltern aus dem Stadtzentrum haben dafür allerdings kein Verständnis und fühlen sich bei der Entscheidung übergangen.

Die Eltern der Kindergartenkinder aus der Krümelburg haben kein Verständnis für die Schließungspläne.
„Das hieß basta und fertig“, sagt Rebecca Schörnig aus dem Elternbeirat der Krümelburg. „Es gibt einige Eltern, die sich bewusst gegen einen Konfessionskindergarten entschieden haben“, betont Schörnig weiter und kritisiert damit die Lösung mit der katholischen Einrichtung in Küntrop. Vor allem Kinder mit Migrationshintergrund würden wahrscheinlich nicht nach Küntrop wechseln, glaubt die Mutter zweier Kindergartenkinder. „Die brauchen vor allem eine zentrale Kita in der Stadtmitte.“ Das führt sie auch zum Problem mit der Entfernung zum Stadtzentrum. „Viele Eltern sind nicht mobil“, sagt Schörnig und führt weiter aus, dass sie sich von der Verwaltung Lösungen via Bürgerbus oder Fahrgemeinschaften gewünscht hätte.
Einen Einblick in die Planungen hätten sich die Eltern schon früher gewünscht. „Der Anmelderückgang kommt doch durch die seit zwei Jahren gärende Gerüchteküche zustande“, glaubt Rebecca Schörnig. Genau aus diesem Grund habe sich die Stadt jetzt entschieden, die Planungen zu veröffentlichen, sagt dazu Schumacher: „In der Kürze der Zeit war es nicht möglich die Eltern zu beteiligen.“
Diese „vollendeten Tatsachen“ ärgern jetzt die Eltern der Krümelburg. „Wir sind kein Stück mit einbezogen worden. Das geht gar nicht“, sagt Schörnig. Sie macht sich zudem Sorgen um die Erzieherinnen der städtischen Kindertagesstätte. Die derzeitige Leiterin der Krümelburg würde laut Verwaltung als Gruppenleiterin nach Küntrop wechseln. Aussagen über die anderen Erzieherinnen gibt es noch nicht.
Schörnig rechnet damit, dass viele Eltern jetzt schon Kinder von der Krümelburg abmelden. „Eine Abmeldung haben wir ganz sicher schon.“ Das müsse die Stadt leider in Kauf nehmen, sagte dazu Gerhard Schumacher. ▪ David Schröder



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