MEINERZHAGEN ▪ Die jüngste Geschichte der Jugendherberge Meinerzhagen war wechselvoll. Nach dem Abschied des langjährigen und sehr erfolgreichen Leiters Dirk Filzen gab es ab Juni 2010 ein etwa sechsmonatiges „Gastspiel“ von Marc Rudolphi.

Mit guten Ideen und Mut zur Farbe gestaltete Jürgen Sieben die Jugendherberge neu. ▪
Seit Ende März 2011 ist inzwischen Oliver Feußner Chef der Einrichtung an der Bergstraße. Feußner leitet die Herbergen in Heggen und Meinerzhagen, dabei wird er unterstützt von Melanie Jaeger und Jürgen Sieben, der in Meinerzhagen ständig vor Ort ist.
Die Fluktuation und dadurch bedingte längere Pausen hatten scheinbar gravierende Auswirkungen auf die Übernachtungszahlen. Von 11 982 im Jahr 2009 über 9850 ein Jahr später sank die Zahl der Übernachtungen 2011 nach der neuesten Statistik des Jugendherbergswerkes auf 7209. Und auch die Zahl der Gäste nahm stark ab: Wurden 2010 noch 3844 Besucher begrüßt, kamen 2011 nur noch 2702 Urlauber, die an der Bergstraße eincheckten.
Wolfgang Büttner, Geschäftsführer des Deutschen Jugendherbergswerkes, Landesverband Westfalen-Lippe, hat noch einen weiteren Grund dafür parat, dass die Übernachtungszahlen 2011 im Vergleich zum Vorjahr in den 37 Jugendherbergen in seinem Zuständigkeitsbereich um vier Prozent gesunken sind: „Der stark verregnete Sommer hat sich hier ebenso negativ niedergeschlagen wie der späte Ostertermin.“
Schlechtes Wetter – kein Problem. Getreu dieses Mottos investieren die Verantwortlichen in die Einrichtung in Meinerzhagen Zeit und jede Menge Arbeitskraft, um die Jugendherberge auch optisch attraktiver zu machen. Jürgen Sieben und seine Mitarbeiter legten den Schwerpunkt besonders darauf, die Räumlichkeiten in dem 140 Betten-Haus freundlicher zu gestalten. Das ist bereits gelungen, durch den Einsatz von hellen, warmen Wandfarben und zahlreichen Bildern. „Es macht großen Spaß und ich glaube, dass uns die Verschönerungsaktion gut gelungen ist“, freut sich Jürgen Sieben.
Auch was die Auslastung des Hauses angeht, sieht er wieder erheblich bessere Zeiten anbrechen. „Wir haben auch zahlreiche Gäste aus der Stadt. Der SGV besucht uns wieder und Geburtstage und Hochzeiten werden im Haus gefeiert. Dabei bieten wir das ganze Paket – von Speisen und Getränken über die Festräume bis zu Zimmern“, erläutert der Assistent der Geschäftsführung.
Den Kontakt zu Vereinen und Institutionen in Meinerzhagen bezeichnet Sieben als zweites Standbein der Jugendherberge. Das Wichtigste sind für ihn und seine Mitarbeiter jedoch nach wie vor Besucher, die mehrere Tage oder gar Wochen bleiben. „Grundsätzlich begegnen wir allen Gästen mit großer Offenheit und machen eigentliche alles möglich, was an Wünschen an uns herangetragen wird. Wenn man selbst mit großem Spaß bei der Sache ist, wie unsere gesamte Mannschaft, überträgt sich das natürlich auch auf die Besucher – und die kommen dann wieder“, hat Sieben ein einfaches Erfolgsrezept. ▪ beil



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