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Straßenbenennung für Neubaugebiet Werlsiepen umstritten. CDU und FDP setzten sich mit knapper Mehrheit durch

Jomendorf-Weg statt Erich-Kästner-Weg

2007.06.10|Meinerzhagen|Meinerzhagen|6
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Artikel: Jomendorf-Weg statt Erich-Kästner-Weg

MEINERZHAGEN ▪ Ehemalige ostdeutsche Städtenamen, oder Kinderbuch-Autoren? Bei der Benennung von Anliegerstraßen im Neubaugebiet Werlsiepen tat sich der Rat der Stadt Meinerzhagen schwer. Am Ende entschied eine knappe Mehrheit.

Im Meinerzhagen Rathaus ist die Entscheidung über die Straßennamen für Werlsiepen gefallen.

Im Meinerzhagen Rathaus ist die Entscheidung über die Straßennamen für Werlsiepen gefallen.

Großes Publikumsinteresse löste am Montag die abschließende Beratung und Beschlussfassung des Rates zur Benennung von Straßen im Neubaugebiet Werlsiepen aus. Im Zuhörerraum verfolgten mehrere Familien mit Kindern die Sitzung und speziell diesen Tagesordnungspunkt.

Trotz einer in dieser Sache auch bewusst „sehr dezidierten und persönlichen Stellungnahme“ von Bürgermeister Erhard Pierlings pro des „sehr sympathischen Vorschlags junger Mitbürger und Familien“ setzte sich in der Abstimmung die Mehrheit von CDU und FDP mit 18 Stimmen gegen 16 aus den Reihen von SPD, UWG, Grünen und des Vertreters der Linkspartei, Georg Follert durch. Der gemeinsame Alternativantrag von SPD und Grünen zur Benennung nach Kinderbuchautoren scheiterte damit. Somit wird es nun im künftigen Wohngebiet Werlsiepen folgende Straßennamen geben: Die Fortführung des Siepener Weges (im Bebauungsplan mit Planstraße A benannt) erhält ebenfalls den Namen „Siepener Weg“. Die als Planstraße B bezeichnete Anliegerstraße erhält den Namen Jomendorf Weg (nach einem heutigen Vorort von Allenstein (Olsztyn), ehemals Ostpreußen, jetzt Polen. Keine Mehrheit fand der Vorschlag Erich-Kästner-Weg. Die als Planstraße C bezeichnete Anliegerstraße erhält den Namen Reichenberger Weg, nach der heutigen Stadt Liberec in Tschechien, ehemals Sudetenland. Der Alternativvorschlag hierfür lautete Astrid-Lindgren-Weg. Die als Planstraße D bezeichnete Anliegerstraße erhält den Namen Karlsbader Weg, nach der heutigen Stadt Karlovy Vary in Tschechien, ehemals Böhmen/Mähren. Keine Mehrheit fand auch hier der Vorschlag von SPD und Grünen: Michael-Ende-Weg.

Eine weitere umstrittene Entscheidung fiel in Sachen Bebauungsplan Oststraße: Die von der Verwaltung vorgeschlagene Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens wurde mit 22 Stimmen aus den Reihen der CDU, FDP, den Grünen sowie von UWG-Vertreter Helmut Benninghaus gegen 12 Stimmen von SPD, UWG-Vertreter Raimo Benger und Georg Follert (Die Linke) abgelehnt.

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