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Vermehrte Rohrbrüche in der „Auftauphase“ / Erdbewegungen für Stadtwerke problematisch

Rohrbrüche: Kritischer Punkt überstanden

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LÜDENSCHEID ▪ Bei strahlendem Sonnenschein und milderen Temperaturen mag eigentlich niemand mehr daran denken, dass vor einigen Tagen noch Eiseskälte weit unter dem Gefrierpunkt herrschte. Diese scheint nun überwunden, doch so mancher hat auch jetzt noch mit den Folgen der langanhaltenden Minusgrade zu kämpfen – dann nämlich, wenn Wasserleitungen der Kälte nicht standhalten. Ein Wasserschaden ist die Folge.

Kein schöner Anblick: Viele Bürger hatten in den vergangenen Wochen mit Wasserschäden zu kämpfen. Grund waren Rohrbrüche, die durch die „Auftauphase“ verursacht wurden. Der kritische Punkt sei laut Fachleuten jedoch überstanden. ▪

© Nougrigat

Kein schöner Anblick: Viele Bürger hatten in den vergangenen Wochen mit Wasserschäden zu kämpfen. Grund waren Rohrbrüche, die durch die „Auftauphase“ verursacht wurden. Der kritische Punkt sei laut Fachleuten jedoch überstanden. ▪

Denn gerade die „Auftauphase“ ist das Gefährliche, wissen die Experten. „Der kritische Zeitpunkt ist aber überstanden, die Lage hat sich wieder beruhigt“, weiß beispielsweise Arndt Kopp vom Kundendienst des Sanitärbetriebs W.A. Schulte. In den Wochen zuvor habe der Betrieb jedoch vermehrte Meldungen von Wasserrohrbrüchen registriert. „Das Schlimme war die extreme Kälte über einen längeren Zeitraum sowie der sehr kalte Wind“, so Kopp weiter. „Viele Leitungen, die den vorherigen Wintern noch standgehalten haben, sind jetzt kaputt gegangen. Oder es waren die Zuleitungen zu Garagen oder Außenzapfstellen, die vergessen wurden, abzustellen und zu entleeren.“

Eine überdurchschnittliche Zahl an Rohrbrüchen, jedoch keine betroffenen Hauptleitungen, verzeichneten auch die Lüdenscheider Stadtwerke. „Die schlimmste Phase ist überstanden und zum Glück war keine unserer großen Hauptleitungen betroffen“, erklärte Stadtwerke Sprecher Andreas Köster. Da diese rund einen Meter tief im Erdreich liegen, sei es eher unwahrscheinlich, dass diese einfrieren. Problematischer seien da schon die Erdbewegungen, die durch die Auftauphase entstehen können. „Diese können dazu führen, dass ältere Leitungen aus Grauguss brechen können, da sie im Gegensatz zu den neuen Kunststoff--Legierungen nicht flexibel sind.“

„Wir sind gut durch den Winter gekommen“, bilanziert Peter Welter von der Zentralen Gebäudewirtschaft (ZGW). Lediglich an der Turnhalle der Kalver Grundschule sowie bei Toiletten am BGL seien zeitweise Leitungen eingefroren. Schlimmer getroffen habe es die Kollegen vom Fachdienst Schule und Sport: So sei am Gebäude am Sportplatz Honsel Wasser durch die Fassade gekommen, so dass Trockengeräte zum Einsatz kamen.

Sollte die Kälte noch einmal zurückkehren, raten die Fachleute, Kellerleitungen gut zu isolieren oder den Kellerraum zu heizen, Rohre zu entleeren oder dafür zu sorgen, dass das Wasser leicht in Bewegung bleibe. „Denn nur stehendes Wasser kann leicht gefrieren,“ so Arndt Kopp. ▪ Kerstin Zacharias

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