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"Mord am Hellweg" kommt wieder nach Lüdenscheid

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LÜDENSCHEID ▪ Das Krimifestival „Mord am Hellweg“ hat strenge Regeln: Jene Autoren, die sich mit einer Kurzgeschichte an der Anthologie beteiligen, müssen einen Bezug zu der Stadt herstellen, der sie zugelost worden sind.

Stadtbücherei und VHS sind die örtlichen Kooperationspartner für das Festival „Mord am Hellweg“.

Die zweite Bedingung formuliert Nadine Brinkmann als Vertreterin der Festivalleitung unmissverständlich: „Ein Mord ist obligatorisch. Es dürfen aber auch mehr sein.“ Eine dritte Bedingung ist eine Vorgabe der Festivalleitung speziell für das Jahr 2012: Als „Todeszeit“ wurde jedem der Autoren ein Fest des Jahreslaufes mitgegeben, das in der Geschichte eine besondere Rolle spielen muss.

Im Herbst wird es auch in Lüdenscheid wieder jene Blutspur geben, die vor allem Städte der Hellweg-Region miteinander verbindet. Das Los hat Lüdenscheid dabei einen echten Kriminalhauptkommissar beschert: Norbert Horst ist heute stellvertretender Pressesprecher der Polizei Bielefeld, war aber lange Jahre an der kriminalistischen Front: „Mord- und Ermittlungskommissionen sind sehr spannend“, rückt er das gängige Vorurteil zurecht, Krimis seien spannender als die routinierte Polizeiarbeit. 1996 arbeitete Norbert Horst zum letzten Mal in einer Mordkommission. Er kennt die Arbeit der Ermittler deshalb von innen und nutzt diese Kenntnisse für sein Schreiben: „In meinen Romanen gibt es sehr authentische Beschreibungen der Arbeit in Mord- und Ermittlungskommissionen der Polizei.“ Seine erzählten Geschichten seien dennoch rein fiktiv: „Ich vermeide es, Fälle zu nehmen, die ich selber erlebt habe.“ So erzählt sein fünfter Krimi von vermissten Mädchen – „ein Thema, das ich nie bearbeitet habe“.

Am Mittwoch sah sich Norbert Horst zum ersten Mal in Lüdenscheid um und zeigte sich angetan von den kleinen Gassen rund um die Erlöserkirche, vom Rosengarten und von den großen Plätzen: „Ich wusste nicht, dass Lüdenscheid so groß ist und so bergig.“ Bis zum Abgabetermin für den Kurzkrimi am 15. April wird Norbert Horst noch das eine oder andere Mal wiederkommen, um die Stadt und vor allem ihre möglichen Tatorte besser kennenzulernen. Seine „Todeszeit“ ist das Zuckerfest, das Fastenbrechen nach dem muslimischen Ramadan (19. bis 21. August).

Welche weiteren Krimiautoren im Herbst nach Lüdenscheid kommen werden, wird Ende Juni bekanntgegeben. Auf jeden Fall wird es wieder „Blind Dates“ mit Krimi im Kleinen Prinzen geben. ▪ thk

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