LÜDENSCHEID ▪ Wegen uneidlicher Falschaussage muss sich ein Lüdenscheider Schulleiter ab 8. November vor dem Amtsgericht Hagen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, im Missbrauchsprozess gegen einen Arabisch-Lehrer an seiner Schule falsche Angaben gemacht zu haben.
Der Arabisch-Lehrer war an mehreren Schulen in Lüdenscheid und Altena tätig gewesen. Zu den Vorwürfen hatte er stets geschwiegen. Am 5. Juni 2008 wurde er nach einem langen Indizienprozess zu einer viereinhalbjährigen Haftstrafe wegen mehrfachen sexuellen Missbrauchs Schutzbefohlener verurteilt und wegen akuter Fluchtgefahr in Haft genommen. Im Juli 2008 erwirkten seine Anwälte vor dem Oberlandesgericht Hamm eine Freilassung des damals 66-Jährigen, weil keine akute Fluchtgefahr mehr bestehe. Das Gericht schloss sich dieser Meinung an und setzte den angeblich schwer erkrankten Mann auf freien Fuß. Offenbar nutzte er diese Gelegenheit, um sich in sein Heimatland Marokko abzusetzen. ▪ thk



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