MÄRKISCHER KREIS – Ausgerechnet ein nordrhein-westfälischer Umweltminister der Grünen stellt naturnahes Lernen in Frage. In einem Schreiben an den CDU-Landtagsabgeordneten Wolfgang Exler aus Menden weist Johannes Remmel darauf hin, dass die finanzielle Zukunft der Waldschule Märkischer Kreis über dieses Jahr hinaus nicht gesichert ist.

Im Zuge der Reorganisation des Landesbetriebs Wald und Holz wurde in den vergangenen Jahren die Zahl der Beschäftigten deutlich reduziert, so Remmel. Derzeit seien einige Revierdienststellen verwaist. Die Aufrechterhaltung und Wahrnehmung der gesetzlichen Aufgaben mache eine Besetzung aber dringend erforderlich. Für die Waldschule stellt das Regionalforstamt Märkisches Sauerland einen Mitarbeiter ab. Axel Dohmen, Förster und „zertifizierter Waldpädagoge“, hat seit der Gründung zehntausenden von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Bedeutung von Wald und Forst für den Menschen näher gebracht. Die Waldschule MK wurde im April 1998 durch eine Initiative des Waldbauernverbandes, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und der Märkischen Jagdkreisgruppe in Letmathe eröffnet. Einer der maßgeblichen Wegbereiter war der frühere CDU-Landtagsabgeordnete Walter Neuhaus. Die Gründungsmitglieder und weitere Naturinteressierte haben sich dann zum „Förderverein Lernort Natur“ mit dem Arbeitstitel „Waldschule“ zusammengeschlossen. Der Verein finanziert sich ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Er unterhält Räume in Letmathe sowie eine rollende Waldschule.
Die Arbeit der Schule weiß auch Remmel zu würdigen. Die in der Satzung vorgeschriebene Förderung der Erziehung, Aus- sowie Weiterbildung im Bereich des Landschafts-, Wald- und Naturschutzes werde durch zahlreiche Lehrveranstaltungen verwirklicht.
Für dieses Jahr sei dem Regionalforstamt das notwendige Grundbudget bereits zugewiesen worden. „Damit wird die Waldschule auch in 2012 ihren Betrieb im Wesentlichen aufrecht erhalten können“. Das umfasse auch die Tätigkeit von Axel Dohmen. Wegen der dünneren Personaldecke müsse der Landesbetrieb Wald und Holz allerdings alle Aufgaben, die forstrechtlich nicht zwingend erforderlich seien, auf den Prüfstand stellen. Eine Veränderung im Bereich der Waldpädagogik solle jedoch mit Augenmaß erfolgen. Das Regionalforstamt Märkisches Sauerland sei beauftragt, die Finanzierung des Gesamtprojektes mit den Kooperationspartnern neu zu verhandeln.
Exler: „Für mich als Naturliebhaber ist die Waldschule MK ein herausragendes Vorzeigeprojekt in ganz NRW. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass ein grüner Umweltminister so ein fundamentales Thema wie Waldschule und Natur nicht mehr bezuschusst.“ Das Schreiben des Ministers zeige aber, dass das Land derzeit alle Naturprojekte auf den Prüfstand stelle und womöglich nicht mehr fördern möchte. Was bei der grünen NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn noch ganz hoch im Kurs gestanden habe, drohe nun unter ihrem Nachfolger innerhalb der Partei bei einer 180-Grad-Wende zu scheitern, bedauerte der Christdemokrat.- be
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POL-MK: Radarmessstellenvorplanung für die 22 Kw 2012 im Märkischen Kreis
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